RUEDI HUSER: Trauer um «Monsieur Auto-Salon»

Ruedi Huser ist tot. Der Krienser «Monsieur Auto-Salon» starb am Montag knapp 77-jährig in Genf.

Drucken
Teilen
Das letzte Bild: Ruedi Huser (rechts) anfang März mit Schwin­ger­könig Jörg Abderhalden am Genfer Autosalon. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Das letzte Bild: Ruedi Huser (rechts) anfang März mit Schwin­ger­könig Jörg Abderhalden am Genfer Autosalon. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Nachdem Ruedi Huser Anfang März den Internationalen Auto-Salon in Genf noch einmal besuchte, hatte sich sein Gesundheitszustand in den letzten Tagen stark verschlechtert. Am Montagmorgen erlag Ruedi Huser einem Krebsleiden. Huser, der in Genf und Crans-Montana lebte, hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Nach seiner Lehre, die er ein Jahr vor Sportreporter-Legende Sepp Renggli bei der Maschinenfabrik Bell in Kriens abschloss, war Huser unter anderem bei der Luzerner Uhrenfirma Gübelin tätig. 1962 begann er seine Karriere in Genf – als erster Auto-Salon-Sekretär. Bereits zwei Jahre später wurde er Generaldirektor – mit acht Angestellten und 320'000 Besuchern. Nach 32 Jahren, als er sein Amt abgab, waren es 157 Beschäftigte und 750'000 Besucher.

Jahrelang blieb BTV-Luzern-Ehrenmitglied Huser als Präsident noch Chef aller Auto-Salons der Welt und baute in den Palexpo-Hallen in Genf, ebenfalls als Vorsitzender, eine Messe der edelsten Uhrenmarken der Welt auf.

«Liebenswerter Patron»
«Ein grossartiger Mensch, ein liebenswerter Patron und ein unvergesslicher Freund ist von uns gegangen», trauerte gestern Montag Unternehmer Hans Leutenegger, ein Weggefährte Husers. 34 Jahre führten sein Vater Melchior und seine Mutter Josy das «Fédéral» an der Rössligasse.

«Früh musst du sterben, wenn du eine volle Kirche haben willst», pflegte Mama Josy zu sagen. Sie starb vor neun Jahren – kurz vor ihrem 100. Geburtstag. Zwei Monate vor seinem 77. Geburtstag ist ihr Sohn ihr jetzt gefolgt.

André Häfliger