SALTO NATALE: Zwei Knies bringen Publikum zum Schwärmen

Manege frei: Zum 7. Mal luden Grégory Knie und sein Vater Rolf Knie zur glanzvollen Premiere ihres Weihnachtszirkus Salto Natale.

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Das Ballett von Salto Natale tanzt zu einer originellen, farbenfrohen Flugzeugnummer – und der Lotse gibt die Richtung vor. (Bild pd)

Das Ballett von Salto Natale tanzt zu einer originellen, farbenfrohen Flugzeugnummer – und der Lotse gibt die Richtung vor. (Bild pd)

Grégory Knie und sein Vater Rolf Knie luden zusammen mit ihrer 121-köpfigen Crew am Mittwochabend bereits zum 7. Mal beim Flughafen Zürich-Kloten zur glanzvollen Premiere ihres Weihnachtszirkus Salto Natale.

«Nostalgie» heisst das diesjährige Programm, das bis zum 3. Janaur 2010 läuft. Es ist ein herrlicher Rückblick in Musik und Artistik des vergangenen Jahrhunderts, gespickt aber auch mit hoch moderner Manegenkunst. Modellflugzeuge sausen im «Aeromusical» sogar über die Köpfe des staunenden Publikums, das farbenfroh gekleidete Ballett tanzt fröhlich dazu. Die TV-Jassstänkerer Peter Pfändler und Cony Sutter sorgen zwischen erstklassigen und atemberaubenden Zirkusnummern aus aller Welt für viele herzhafte Lacher.

Begeisterter Blocher ist ein Nostalgiker
«Ein herrliche Show, ich habe mich köstlich amüsiert», erklärte Christoph Blocher. Ist er denn ein Nostalgiker? «Ja, ganz sicher bin ich einer», schmunzelte der ehemalige Bundesrat. «Ich erinnere mich immer gerne an alles Gute, was einmal war. Und dazu ist der Zirkus geradezu prädestiniert.» Hans Erni indes ist mehr «ein Realist», weniger ein Nostalgiker. «Denn ich bin ein fröhlicher Mensch», erklärte der 100-jährige Kunstmaler aus Luzern. «Bei Nostalgie stört mich der melancholische Aspekt. Aber im neuen Salto Natale-Programm kommen solche Gefühle keineswegs auf. Es ist eine fabelhafte Mischung zwischen Rückblick und Moderne gelungen – Kompliment an alle!»

Dreister Einbruch bei Edith Hunkeler
Bei Edith Hunkeler und ihrem Freund Marc Wolf kamen unschöne nostalgische Gefühle auf: Während ihres 5. Triumphes am New York Marthon wurde in ihrem Haus im Kanton Luzern eingebrochen. «Sie hatten es auf Schmuck und Bargeld abgesehen – alle Computer blieben wenigstens unversehrt», erzählte Edith Hunkeler. Emil Steinberger und seine Ehefrau Niccel kamen ganz sorgenfrei – und wie immer strahlend lachend. «Im Zirkus kommen mir immer die schönsten Nostalgie-Gefühle auf», gestand die Luzerner Komikerlegende. «Irgendwie läuft da bei mir stets so etwas wie ein Lebensfilm ab – und vor allem kommen in einem wunderschöne Kindheitserinnerungen auf.» Niccel Steinberger war nach der Premiere ebenfalls voll des Lobes: «Das war die absolut ästhetischste Zirkusvorstellung, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Wer das nicht gesehen hat, ist fast selber Schuld...»

André Häfliger, Kloten