SALTO NATALE: Zwei Knies hüpfen vor lauter Freude

Sie sprangen vor lauter Freude in die Luft, denn der inzwischen grösste Schweizer Weihnachtszirkus hatte zum 8. Mal Premiere. Vorhang auf hiess es am Donnerstagabend in Zürich-Kloten für Rolf und Grégory Knies Salto Natale-Show Nummer 8.

Drucken
Teilen
Grégory (links) und Rolf Knie fliegen in die bezaubernde Welt der Wünsche. (Bild pd)

Grégory (links) und Rolf Knie fliegen in die bezaubernde Welt der Wünsche. (Bild pd)

Das neue Programm, das wiederum ganz ohne Tiere in der Manege auskommt, heisst «Wunschwelt». «Man muss den eigenen Wünschen trauen. Man muss glauben, dass sie möglich werden», sagte der 31-jährige Zirkuschef Grégory Knie, Repräsentant der siebten Knie-Generation. «Nur dann werden Wünsche, Ideen oder Träume Wirklichkeit.» Mit seinem Vater, dem 61-jährigen Kunstmaler Rolf Knie, hatte er sich den Traum eines eigenen Zirkus im Jahr 2002 erfüllt, nur ein Jahr gab es eine künstlerische Pause. Mit etwas über 50 Mitwirkenden gingen die beiden Knies an den Start, heute beschäftigt das Weihnachtsunternehmen total 150 Angestellte.

Frau verschlingt Schwert
Diese zaubern auch dieses Jahr in und um die Manege Weihnachts- und Artistikstimmung der besonderen Art. Fein, detailverliebt und emotional präsentiert sich die hoch stehende neue Knie-Show. Atemberaubend etwa Pauline Hachette und Linde Hartmann, die beiden Artistenfrauen, die sich hoch oben im Chapiteau wie Spinnen bewegen – aber ohne Netze. Oder «Beautiful Jewels», die russische Frau, die ein ganzes Schwert verschluckt. Verwegen und witzig sind die «Catwall-Akrobats» aus Kanada. Männer, die plötzlich in einer Wand verschwinden und ebenso unerwartet irgendwo wieder auftauchen. Kunstturn-Olympiasieger Donghua Li zückte den Hut: «Das ist turnerischer Wahnsinn!» Gelungen ist auch die Solopremiere von «Duo Flügzüg»-Komiker Thomas Leuenberger als Zirkuskomödiant «Baldrian».

Beeindruckte Prominenz
Und: Profis, die es mit Promis zu tun haben, sind am Werk. Etwa in der Choreografie (Grazia Covre, u. a. Miss und Mister Schweiz-Wahlen) Gesang (Corinne Gfeller, u. a. Gölä und Bligg) oder Orchester (Bandleader Edgar Schmid und Saxophonist Jörg Sandmeier von Pepe Lienhard und Udo Jürgens). «Ein gewaltiger Aufwand ist das hier, der mich tief beeindruckt», zückte auch Kunstmaler Hans Erni nach der Vorstellung den Hut. «Grosses Kompliment an alle!» Erni hatte zusammen mit seiner Ehefrau Doris lauter Prominenz in der Loge: Rock'n'Roller und Sänger Peter Kraus («Die Knies sind Garant für Weltklasse-Spektakel»), Kult-Trainer Gilbert Gress, TV-Star Rainer Maria Salzgeber und Ex-Miss Schweiz Linda Fäh. Etwas weiter hinten jubelten die beiden ehemaligen Skistars Bernhard Russi und Maria Walliser unisono: «Diese Show muss man einfach gesehen haben!»

So feiern die Promis
Weihnachtsstimmung pur also beim Flughafen Zürich-Kloten. Wo und wie verbringt denn die Prominenz dieses Jahr die Feiertage? «Ganz traditionell mit der ganzen Familie in Andermatt», erklärte Bernhard Russi. «Wir musizieren auch wieder viel, ich spiele Handorgel dazu – und es werden bei allen Liedern immer drei Strophen gesungen!» MTV-Chefin Jubaira Bachmann feiert mit ihrem Freund Chris Schaad, Mitbesitzer der Zürcher Talacker-Bar, Premiere. «Mit einem Weihnachtsbaum wollte ich eigentlich erst wieder feiern, wenn ich Kinder habe. Aber Chris liebt es so, dass wir dieses Jahr unseren ersten gemeinsamen Baum schmücken werden», erklärte die Luzernerin.

Yakin ab in die Sonne
Peter Kraus, der für seine Knie-Freunde eigens aus dem Tessin anreiste, wird mit seiner Ehefrau Ingrid«nach Österreich in die Skiferien fahren». Olympiasieger Donghua Li, immer noch glücklicher Single, bleibt in der Schweiz und will den «Titlis-Schnee auf Skis und Snowboard» geniessen. Auf «ganz traditionelle Weinachten mit der ganzen Familie» freut sich Sängerin Fabienne Louves, die über Silvester einen «erholsamen Abstecher nach Paris» plant. Erholung gönnt sich auch FC Luzern-Fussballstar Hakan Yakin, der mit seiner Freundin Tanja erstmals die Salto Natale-Show genoss: «Wir werden über die Festtage irgendwo an die warme Sonne und das warme Meer fliegen.»

Lässer wird immer grösser?
Einer weiss – hoffentlich ein Leben lang, was er an Silvester zu feiern hat: Peter Saubers Formel 1-Teamdirektor Beat Zehnder hat nämlich vor vier Jahren seine Ehefrau, die Walliser Choreographin Nadine Imboden geheiratet, und zwar am 31. Dezember. «So vergessen wir unseren Hochzeitstag sicher nie – höchstens vielleicht mal, der wievielte es war», schmunzelte Zehnder. Schmunzeln und ziemlich staunen musste kürzlich Claudia Lässer. «Ich werde immer grösser», erzählte sie. «Vor 12 Jahren wurde meine Grösse als Miss Schweiz-Kandidatin ganz offiziell mit 1,79 Metern gemessen. Jetzt fand meine Schneiderin heraus, dass ich heute tatsächlich 1,81 Meter gross bin?» Also dann: Nochmals Antreten zur Wahl, Claudia!

André Häfliger, Zürich