SATTEL-HOCHSTUCKLI: Ogi und Furrer – eine «Trottoirmischung»?

Seit langem gab es keine Ski-Chilbi mehr, die so hochkarätig besetzt war wie jene am Sonntag auf 1200 Metern über Meer in Sattel-Hochstuckli: Gregor Furrer, der Bruder von Skiakrobatik-König Art Furrer und Senior-Chef des von seinem Sohn Reto geführten Zuger Ski-Giganten Völkl, feierte nachträglich seinen 70. Geburtstag.

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Mit dem Geburtstagskind Gregor Furrer (links) stossen auf Sattel-Hochstuckli dessen Frau Anita sowie Katrin und alt Bundesrat Adolf Ogi an. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Mit dem Geburtstagskind Gregor Furrer (links) stossen auf Sattel-Hochstuckli dessen Frau Anita sowie Katrin und alt Bundesrat Adolf Ogi an. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Diesen hatte er eigentlich schon am 27. Januar begangen. 150 enge Freunde aus Familie, Holding und der Sportwelt, die beim Empfang gleich alle eine Goldmedaille umgehängt bekamen, trafen sich zur fröhlichen Chilbi im 16 Jahre jüngeren Berggasthaus Herrenboden – und genossen dort reichhaltige Frühstücks-, Mittags- und Dessertbuffets. Und die vielen urchigen Klänge des Schwyzerörgeli-Trios Iten-Grab aus Rothenthurm sowie des Trios Natur Pur aus Österreich.

Höhepunkte der Feier waren die launige Ansprache von Ex-UNO-Sonderberater und alt Bundesrat Adolf Ogi, der mit seiner Ehefrau Katrin kam. «Gregor und ich haben uns 1965 in Meiringen kennen gelernt – auf dem Trottoir!» Was wollte das Geburtstagskind denn da auf dem Trottoir? «Raichle-Skischuhe verkaufen», erinnerte sich Ogi, der damals – noch vor seiner Politkarriere – Direktor bei Intersport war. «Ohne respektlos zu sein – aber jetzt müssen wir den Begriff ?Trottoirmischung? neu definieren», lachte TV-Star Rainer Maria Salzgeber, der den offiziellen Teil der Feier mit viel Pfiff moderierte. Dann sagte Salzgeber einen an, den man nie vom Fernsehen hätte ziehen lassen sollen: Der Schwyzer Volksmusik-König Sepp Trütsch erzählte Witze und sang Ruedi Rymanns Klassiker «De Gämsjäger» und «De Schacher Seppli».

«Immer für euch da»
Gregor Furrer und seine Ehefrau Anita waren über all die Gesten und Gäste sehr gerührt. «Danke, liebe Freunde», sagte Furrer. «Ihr und meine grosse Familie seid mir das Wichtigste. Für euch alle bin ich immer da – solange ich lebe!» Ganz stolz war auch sein Bruder Art, der mit Sohn Andreas, inzwischen Chef der Riederalp-Hotels, angereist war. Und mit zwei seiner Enkelinnen, der jüngsten, Maria-Lina (6), und der ältesten, Géraldine (14). Mit ihrem 15 Monate alten Sohn Lenny und Partner Erich Morger war Ex-Skirennfahrerin Lilian Kummer, früher Nachbarin von Art Furrer auf der Riederalp, eingetroffen.

Siri Walliser siegte
Früher nach Hause musste die Krienser Sportreporter-Legende Sepp Renggli: «Unsere 32 Kilo schwere Hündin Chelsea ist krank.» Stolz war Ex-Skikönigin Maria Walliser, die mit ihrer früheren «Gegnerin» Hanni Weirather-Wenzel gekommen war: Ihre 16-jährige Tochter Siri gewann in Davos am Sonntag den Schweizer Ski-Junioren-Meistertitel. «Wegen schlechten Wetters konnte das letzte Rennen allerdings nicht gefahren werden», erzählte Walliser. Einen Erfolg konnte auch Dölf Ogi vermelden: Flavio Marazzi, Sohn eines engen Freundes, des Fussballstadionbauers Bruno Marazzi, holte sich am Wochenende in Miami, Florida, den Vize-WM-Titel in der 5,5-Meter-Segeljachtklasse.

André Häfliger, Sattel