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«Schlechter hören tut nicht weh»

In der Schweiz haben rund 20 Prozent der Bevölkerung eine Hörstörung. Laut Isabella Schulz geht man heute davon aus, dass bereits in der Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen rund 20 Prozent eine Schwerhörigkeit aufweisen. Bei den 60- bis 70-Jährigen sind es rund 25 Prozent.

Bei rund der Hälfte der Menschen mit einer Hörstörung ist diese derart ausgeprägt, dass sie eine Behandlung respektive eine Hörhilfe brauchen würden. Aber nur etwa 20 Prozent der Schwerhörigen sind mit Hörgeräten versorgt. ­Viele Betroffene haben eine Abneigung gegen Hörhilfen. Oder sie merken sehr lange nichts, denn: «Schlechter hören tut nicht weh», sagt Isabella Schulz.

Hören und Verstehen ist ein komplexer Prozess. Schall trifft zuerst auf das sichtbare Aussenohr. Die Ohrmuschel leitet ihn ins Mittelohr (Trommelfell, Gehörknöchelchenkette), wo er verstärkt wird. Dann gelangt er ins Innenohr, ins eigentliche Hörorgan. Die Gehörschnecke (Cochlea) verfügt über rund 16000 Haarsinneszellen. Sie wandeln die von den Gehörknöchelchen und vom Trommelfell stammenden mechanischen Schwingungen in elektrische Impulse (Nervensignale) um.

Alle Teile der Kette müssen funktionieren

Vom Innenohr werden die elektrischen Impulse über das Nervenzellen-Netzwerk ins Gehirn geleitet, das die verschiedenen Geräusche identifiziert. Mit andern Worten: Die Aufnahme und Weiterleitung mechanischer Schwingungen ist nur ein Teil des Hörvorgangs. Schulz: «Wirklich hören, Geschwindigkeiten und Richtungen analysieren, Rückschlüsse ziehen, zuordnen und vernetzen, Sprache erkennen und produzieren, Emotionen und Absichten erfassen, das Gehörte benennen und die akustische Welt verstehen kann nur das Gehirn.»

Damit ein Mensch gut hört, müssen alle Teile dieser Kette einwandfrei funktionieren und zusammenarbeiten. Bei einer Schwerhörigkeit ist oft die Umwandlung und Weiterleitung der akustischen Signale in Nervenimpulse im Innenohr betroffen. Dadurch wird ein Teil der Kette unterbrochen, was dazu führt, dass die Synapsen des Gehirns nur noch Teile der eigentlichen Informationen empfangen und verarbeiten können. (pb)

Hinweis

Quellen: www.planet-wissen.de; www.koj-training.ch, «Wie Hören unser Leben prägt» (Bayerischer Rundfunk)

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