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SCHMINKE: So kommt Farbe ins Gesicht für die Fasnacht

Während die einen sich hinter einer Maske verstecken, mögen gerade Kinder lieber ein geschminktes Gesicht. Mariros Catichini verrät ein paar Tipps und Tricks.
Natalie Ehrenzweig
«Katzenmädchen», geschminkt von Mariros Cotichini. (Bild: zvg)

«Katzenmädchen», geschminkt von Mariros Cotichini. (Bild: zvg)

Natalie Ehrenzweig

Der bunt bemalte Schmetterling, der lustige Clown, die herzige Prinzessin oder der verwegene Spiderman: Die Fasnacht ist die Zeit der fantastischen Verkleidungen. Man schlüpft in eine ­andere Rolle. Nicht alle tragen dabei gern eine Maske. Die Alternative für viele Eltern ist deshalb, die Kinder für die närrische Zeit zu schminken. Mariros Cotichini vom Team Wendolina (www.wendolina.ch) schminkt das ganze Jahr Kinder, und während der Fasnacht ist sie damit im Emmen-Center anzutreffen.

Keiner zu klein, ein Cowboy (oder etwas anderes) zu sein. Doch bezüglich der Farbe im Gesicht rät die Kinderschminkerin erst mal zur Zurückhaltung: «Wenn Kinder jünger als drei Jahre alt sind, male ich höchstens eine kleine Blume auf die Wange. Denn so kleine Kinder haben oft Angst, wenn man ihrem Gesicht mit Farbe zu nahe kommt. Ausserdem verschmieren sie die Schminke auch schnell.» Die Profischminkerin rät ausserdem davon ab, Kinder mit einem Ausschlag im Gesicht zu schminken.

Während früher fetthaltige Farben üblich waren, benützt man heute lieber Farben auf Wasserbasis. «Das sieht dann wie ein Wasserfarbenkasten aus. Diese Farben führen zu weniger Hautreaktionen und sind einfacher abzuschminken», weiss Mariros Cotichini. Auf den Packungen finden sich die entsprechenden Informationen, zum Beispiel ob sie dermatologisch getestet sind.

Obwohl die Farben auf Wasserbasis leichter zu entfernen sind, halten sie gut, so lange sie trocken bleiben und man nicht zu sehr reibt. Die Fachfrau: «Wo es feucht ist, sprich um den Mund oder wenn man die Nase putzen muss, da geht die Farbe natürlich schneller weg.»

Gesicht vorher waschen, aber nicht eincremen

Bevor es nun ans Schminken geht, soll das Gesicht des Kindes sauber sein. Aber nicht frisch eingecremt, denn dann halte die Schminke nicht so gut. Was ins Gesicht gemalt wird, hängt natürlich mit der Verkleidung zusammen. «Wenn wir unter dem Jahr Kinder schminken, sind bei den Buben vor allem Spiderman und Batman beliebt. Mädchen sind da breiter interessiert, die mögen Schmetterlinge, Prinzessinnen oder fantasievolle Ornamente», erzählt Mariros Cotichini.

Allerdings könnten sich Kinder oft nicht selber etwas vorstellen. Sie wollen häufig das Gleiche, was das Kind vor ihnen bekommen hat. «Lustig ist, wenn ich höre, wie Mütter ihre Kinder fragen, was sie sich denn aussuchen. Will ein Mädchen dann ein Sujet, das sonst eher Buben wählen, versuchen Mütter oft, das Kind von einem anderen Sujet zu überzeugen. Diese Kinder sind dann meist enttäuscht von ihrem geschminkten Gesicht», erzählt Mariros Cotichini schmunzelnd.

Wenn die Kinderschminkerin an Events wie etwa dem Fasnachtsschminken im Emmen-Center arbeitet, muss es schnell gehen: drei bis vier Minuten pro Kind müssen genügen. Daheim hat man natürlich mehr Zeit. Auch um sich vorzubereiten.

Die Lippen immer erst am Schluss

«Es gibt Schminkbücher und wahrscheinlich Tausende Videos auf Youtube, die Schritt für Schritt zeigen, wie ein Sujet entsteht», verrät sie. Dabei gelten keine strikten Schminkregeln, das Vorgehen hänge immer von der ­Vorlage ab. Nur die Lippen, die mache sie immer zuletzt, und zwar aus hygienischen Gründen immer mit einem Wattestäbchen.

Weitere Utensilien, die das Schminken einfacher machen, sind Schminkschwämmli, die mit der Schere halbiert werden können. «Damit lassen sich gut grössere Flächen schminken», sagt Mariros Cotichini. Für die feineren Strukturen benötigt man einen Acrylfarbenpinsel: «Am besten ein paar verschiedene, runde und spitze, je nachdem, was man schminken will.»

Damit das Schwämmli nicht zu nass ist, empfiehlt die Expertin eine Wassersprühflasche fürs Befeuchten. Die wasserbasierenden Farben halten stundenlang. Zum Abschminken reichen Wasser und Seife oder allenfalls ölbasierte Feuchttüchlein.

Schon einige Jahre ist Mariros ­Cotichini im Team Wendolina: «Die Freude der Kinder, wenn sie ihr geschminktes Gesicht sehen, das ist so ­etwas Wunderbares», schwärmt sie. Wie gut, dass jetzt die Zeit kommt, in welcher viele Kindergesichter vor Freude leuchten. Schminken ist nicht allen gegeben, aber an den Fasnachtstagen gibt es vielerorts Hilfe. Eine Auswahl findet man unten im Kasten.

Hier Gratis-Kinderschminken

Wer sich nicht zu Hause schminken (lassen) will oder kann, darf während der Fasnacht an vielen Orten gratis Hilfe beanspruchen. Das im Text erwähnte Team Wendolina schminkt im Emmen-Center (www.emmencenter.ch) und im Länderpark Stans (www.laenderpark.ch). Neben Stans organisiert die Migros auch Kinderschminken im Urnertor Bürglen (www.urnertor-buerglen.ch), im Seetal-Center Hochdorf (www.seetalcenter.ch) und im Sarnen-Center (www.sarnencenter.ch). Detaillierte Angaben finden sich auf den jeweiligen Homepages.

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