Schnittverletzungen wegen unpassenden Schuhen

An der 21. Street Parade in Zürich hat es für die Sanitäterinnen und Sanitäter am Samstag mehr Arbeit gegeben als im Vorjahr: 910 Personen wurden verarztet, davon 404 wegen Schnittverletzungen an den Füssen. Gravierende Vorfälle gab es keine.

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Heisse Temperaturen, sommerliche Bekleidung: Besonders das schlechte Schuhwerk führte zu Schnittverletzungen. (Bild: Keystone)

Heisse Temperaturen, sommerliche Bekleidung: Besonders das schlechte Schuhwerk führte zu Schnittverletzungen. (Bild: Keystone)

Das hohe Besucheraufkommen von 950'000 Personen habe zu einer Steigerung der Behandlungszahlen von Schutz & Rettung geführt, heisst es in der Schlussbilanz vom Sonntag. An den sieben Sanitätsposten entlang der Umzugsroute wurden insgesamt 910 Personen behandelt. Dies entspricht einer Zunahme von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ausser um Schnittverletzungen (404, Vorjahr 215) kümmerten sich die Sanitäter um Knochenbrüche, Prellungen, Kreislaufprobleme oder starke Kopfschmerzen.

In vier Fällen waren die Verletzungen der Patienten gravierender. Eine schwere Oberschenkelverletzung entstand beim Überqueren eines Zaunes, ein Sturz von einer Mauer führte zu einer Kopfverletzung, und mehrere Verletzungen gab es bei einer Rauferei. Ein knapp 40- jähriger Mann musste vom Rettungsdienst reanimiert und ins Spital überführt werden, wo sich sein Zustand besserte.

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Bild: Keystone
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street-parade_fullSize_1.17469422.1344791306.jpg (Bild: Simon Tanner / NZZ)

Weniger alkoholisierte Jugendliche betreut

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Behandlungen infolge übermässigem Alkohol- und/oder Drogenkonsums zwar angestiegen, im Verhältnis zu den Gesamtbehandlungen jedoch rückläufig, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Die Zahl dieser Behandlungen beläuft sich insgesamt auf 319 (Vorjahr 267). Davon waren 19 Jugendliche (13 männlich, 6 weiblich) unter 16 Jahren betroffen, vor zwei Jahren waren es noch 34 Jugendliche.

Bis in die frühen Morgenstunden wurden 122 Personen in die Patientensammelstelle (Notunterkunft) von Schutz & Rettung überführt und dort vorübergehend betreut. Letztes Jahr lag die Zahl bei 106 Personen.

Kaum Beanstandungen bezüglich Fluchtwege, Sicherheit und Löschmittel gab es von der Feuerpolizei, die im Laufe der Nacht insgesamt 29 Partylokale kontrollierte. In zwei Fällen wurden Verzeigungen ausgesprochen wegen Zuwiderhandlung gegen feuerpolizeiliche Vorschriften.

Schutz & Rettung Zürich hatte rund 300 Mitarbeitende zusätzlich aufgeboten, um die medizinische Versorgung sicherstellen zu können. Dies sei nur dank der Unterstützung diverser Rettungsdienste aus dem ganzen Kanton Zürich sowie den Kantonen Schwyz und St. Gallen möglich gewesen.

sda