Schweiz erlebt massiven Temperatursturz

Nach einem hitzigen Freitag mit stellenweise über 30 Grad, sind die Temperaturen am Wochenende in der Schweiz regelrecht eingebrochen. Am Samstagnachmittag bewegten sie sich auf der Alpennordseite bei etwa 10 Grad.

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Vielerorts war am Wochenende Regen angesagt. Wie hier in Uri. (Bild: Keystone)

Vielerorts war am Wochenende Regen angesagt. Wie hier in Uri. (Bild: Keystone)

In Zürich war es am frühen Samstagabend ganze 20,7 Grad kälter als zum gleichen Zeitpunkt am Vortag, wie Christa Hayoz von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. Auch an anderen Messpunkten wurden Temperatureinbrüche von nahezu 20 Grad innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

In der Westschweiz wurde der grösste Temperatureinbruch mit 17,7 Grad in Neuenburg verzeichnet, in Payerne VD und Genf wurden Temperatursprünge von 17,6 Grad gemessen.

Laut Hayoz ist es schwierig zu sagen, ob es sich um einen Rekord- Temperatureinbruch gehandelt hat. Der Temperatursturz sei aber auf jeden Fall «markant» gewesen. Aussergewöhnlich war auch die Nullgradgrenze, die sich am Freitag bei über 4100 Metern bewegte. Das sei in der ersten Maihälfte zumindest über die letzten 40 Jahre betrachtet ein Einzelfall, sagte Hayoz.

Die markante Abkühlung war auf eine Kaltfront zurückzuführen, die im Verlauf des Samstagvormittags einen Schub kalter Polarluft gebracht hat. Wenig zu spüren war von der Kälte allerdings im Tessin, wo es am Samstag immer noch fast 30 Grad heiss war.

Wind und Regen

Die Kaltfront brachte nicht nur tiefe Temperaturen, sondern zusätzlich stürmische Windböen und gebietsweise starke Regenfälle, wie MeteoNews am Samstag mitteilte. Die stärksten Niederschläge wurden am Samstag in St. Gallen gemessen, wo bis am frühen Abend 36,7 Millimeter Regen niedergingen.

Am Sonntag präsentierten sich die Temperaturen wieder etwas freundlicher und lagen bei 13 bis 15 Grad. Vor allem in der Westschweiz blies aber eine starke Bise mit Spitzen von bis zu 60 Kilometern pro Stunde.

Im Tessin wehte der Wind mit Höchstgeschwindigkeiten von rund 70 km/h. Dies führte dazu, dass die Seepolizei vom Schwimmen und Navigieren auf dem Lago Maggiore abriet.

Am Freitag waren die bisher höchsten Temperaturen des Jahres gemessen worden. In Buchs SG war es 31,8 Grad heiss geworden. In den Genuss von Temperaturen über 30 Grad kamen auch Chur, Basel, Genf und Sitten.

sda