SCHWEIZER HAUS: Schweizer Raclette – der Renner in Peking

Das Schweizer Haus in Peking ist ein Renner: Gegen 1000 Besucher kamen am Tag nach der Eröffnung. Und die Käseraclettes gehen weg wie frische Wegglis?

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Vier Swiss-Info-Standmitarbeiterinnen geniessen den original Titlis-Sessellift im Schweizer Haus. (Bild André Häfliger/Zisch)

Vier Swiss-Info-Standmitarbeiterinnen geniessen den original Titlis-Sessellift im Schweizer Haus. (Bild André Häfliger/Zisch)

Gamma-Catering-Chefkoch Mark Thommen hat mit seiner 60-köpfigen Koch- und Servicebrigade alle Hände voll zu tun. Ein liebevoll präsentiertes Menu traditioneller, aber auch leichter, moderner Schweizer Küche nach dem anderen geht raus. Besonders gefragt (bei 30 Grad Aussentemperatur, ohne Smog und sogar mit Sonne!): Die Raclettes! «Schon vier ganze Käselaiber sind nach zwei Tagen weg», erzählte Peking-Koch Bruno Hess aus Küssnacht am Rigi stolz. «Wir müssen jetzt Käse nachbestellen!»

Während vier chinesische Swissinfo-Mitarbeiterinnen den original Sessellift der Engelberger Titlis-Bahnen genossen, scharten sich gegenüber die Besucher um das Marsmobil am Stand des Antriebs-Fabrikanten Maxon Motoren AG aus Sachseln OW. Das Marsmobil flog zwischen 2003 und 2004 durchs Weltall und landete dabei erfolgreich auf dem Planeten. «Wahnsinn: Von Sachseln auf den Mars und jetzt zu uns nach Peking», schmunzelte Edwin Rudolf, Vizepräsident des Schweizer Gästehauses. «Das nenne ich Präzisionsarbeit!»

Li nimmt es ganz genau?
Wie immer präzis nahm es auch Donghua Li: Der Kunstturn-Olympiasieger von 1996 in Atlanta, der hier auch Botschafter von Swiss Olympic ist und dank dem genialen Luzerner Elektro-Dreirad BikeBoard auch immer hoch mobil ist, stellt im «House of Switzerland» seine wertvolle, gesamte Medaillensammlung aus. «Aber bitte nicht ohne Schluss», sagte Li zu Recht vor den noch leeren Glaskästen. Nach wenigen Minuten waren dann die Schlösser prompt da – und Perfektionist Li konnte wieder lachen?

Algeriens Ex-Skinatitrainer ist da!
Gross ist auch der Auftritt der Luzerner Elektronik-Riesen John Lay in Peking: 30 Panasonic-Flachbildschirme und zwei Grossbildprojektionen hat Cheftechniker Erwin Engel im Schweizer Gästehaus installiert – und er betreibt sie hier auch. Der «Panasonic-Engel» , wie ihn die gute Seele im Gästehaus, Aja Hugentobler (Mutter der Zuger Ex-Eislaufstars Eliane und Daniel Hugentobler) nennt, hat Erfahrung an internationalen Grossevents. Engel war schon an Olympia in Salt Lake City und Athen dabei. Und an der Weltmeisterschaft 1989 war es sogar Ski-Nationaltrainer! Wie bitte? Jawohl, Engel war damals Teamchef von Algerien – bestehend aus einem einzigen Skiläufer, nämlich Afif Chelghoufi?

ANDRÉ HÄFLIGER, PEKING