«SCHWEIZER HITS»: Die Wiesenberger jubeln mit Francine Jordi

Geschafft! Francine Jordi und der Nidwaldner Jodlerklub Wiesenberg sind im Musikolymp: «Das Feyr vo dr Sehnsucht» ist der Schweizer Hit des Jahres 2009.

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Sieg! Der Jodlerklub Wiesenberg jubelt mit Francine Jordi: Das «Feyr vo dr Sehnsucht» ist Schweizer Hit des Jahres 2009. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Sieg! Der Jodlerklub Wiesenberg jubelt mit Francine Jordi: Das «Feyr vo dr Sehnsucht» ist Schweizer Hit des Jahres 2009. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Die 32-jährige Berner Sängerin und der 20-köpfige Nidwaldner Jodlerchor gewannen am Sonntagabend in Kreuzlingen den Final der vierten Hit-Staffel des Schweizer Fernsehens. 42,84 Prozent der TV-Fans stimmten in der Livesendung aus der Bodenseearena für die Innerschweizer Doppel-Prix Walo-Gewinner von 2007. Ganze 47 Wochen war der schon 50'000 Mal verkaufte Ohrwurm in den Charts und thronte davon sieben Wochen im hart umkämpften Herbst 2008 sogar auf Rang 1. Kein Wunder, flossen bei den gestandenen Mannen aus dem Herzen der Schweiz Freudentränen nach dem Triumph.

«Freude herrscht! Es ist, als wäre schon Weihnachten», strahlte Klubpräsident Thomas Gisler, der Präsident des 1988 gegründeten Jodlerklubs. Gisler blieb dabei aber ganz am Boden: «Wir versprechen euch – wir bleiben ganz so bescheiden, wie wir alle sind.» Ganz gerührt stimmte ihm Dirigentin Silvia Windlin: «Das ist in der Tat kein Grund, abzuheben. Dank gebührt allen, auch jenen, die uns im Hintergrund seit Jahren unterstützen.»

Misstöne um «Kneiffer» Gölä  
Mitfavorit Bligg schaffte es auf Platz 2: Sein Megahit «Rosalie» erhielt von den TV-Zuschauern 36,11 Stimmprozente – vor dem Gölä-Song «I ha di gärn» (8,2 Prozent). Der abgeschlagene Berner blieb dem Final fern, unter anderem mit der Begründung, Francine Jordi habe als Co-Moderatorin eine zu grosse Präsenz in der Sendung und sei damit arg im Vorteil. «Dazu sage ich einfach gar nichts», erklärte Jordi nach dem Sieg wenig beeindruckt.

Die Sängerfreunde mit Stefan Roos («Das Herz einer Mutter», 8,17 Prozent) und das Wunderbar-Ensemble («Wunderbar», 4,68 Prozent) belegten die weiteren Finalränge.

Freudige Reaktionen
Yasmine-Mélanie Wyrsch freute sich über die Sieger. «Francine und die Wiesenberger haben das redlich verdient», sagte die Zuger Sängerin, die mit ihrem Hit «Amore Fantastico» vor zwei Wochen hinter Bligg den tollen zweiten Ausscheidungsplatz erreichte. Im Moderatorenteam hatte übrigens Roman Kilchsperger die Sieger vorausgesagt, Beni Thurnheer tendierte zu Bligg. «Schliesslich hatte ich auch Tränen in den Augen, als ich las, dass Francine und Tony Rominger geheiratet hatten», schmunzelte Kilchsperger dazu.

Der Jahreshit Nummer 4
«Das Feyr vo dr Sehnsucht» ist der vierte Hit, der es in den Schweizer Musikhimmel geschafft hat. Vor drei Jahren siegte Polo Hofers«Alperose», 2007 die inzwischen verstorbene Obwaldner Jodlerlegende Ruedi Rymann mit dem legendären «Dr Schacher Seppli» und letztes Jahr die Berner Senkrechtstarter Oesch's die Dritten mit ihrem «Ku-Ku Jodel». Es sei ein «höchst würdiger» Nachfolger erkoren worden, erklärte Sängerin Melanie Oesch voller Freude und gratulierte Francine und den Wiesenberger Jodlern ganz herzlich.

André Häfliger, Kreuzlingen