«SCHWEIZER HITS»: Gotthard im Final – Fabienne tolle Dritte

«Die grössten Schweizer Hits», Klappe Nummer 4: Die Gotthard-Rocker gewannen mit «Heaven», Fabienne Louves aus Emmenbrücke wurde mit Marc Sway hervorragende Dritte.

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Gotthard-Frontmann Steve Lee bei einem Konzert im vergangenen September. (Bild Keystone)

Gotthard-Frontmann Steve Lee bei einem Konzert im vergangenen September. (Bild Keystone)

Sie traten am Sonntag gerade im ausverkauften Olympiastadion in München auf – und siegten als Abwesende in der TV-Arena von Kreuzlingen trotzdem: Die Rockgruppe Gotthard ist vierter Finalist der Sendung «Die grössten Schweizer Hits». Mit ihrer einzigen Nummer 1-Single «Heaven» aus dem Jahr 2000 gewannen die Mannen um Leadsänger Steve Lee die TV-Publikumswahl vom Sonntagabend haushoch mit 27,52 Stimmprozenten vor Peter, Sue und Marc («Io e Te», 15,39%) sowie dem Duett Fabienne Louves und Marc Sway («Hemmigslos liebe», 10,28%).

«Schade zwar, dass wir nicht im Final sind. Aber dieser Podestplatz ist trotzdem eine grosse Freude und Ehre für uns», zog MusicStar Fabienne Louves, die auch schon im Musical «Ewigi Liebi» (wurde eben bis März 2009 verlängert) Erfolge feierte, erfreut Bilanz. Co-Moderatorin Francine Jordi hatte vor Bekanntgabe der Votingergebnisse auf einen Sieg von Fabienne und Marc getippt, Beni Thurnheer hatte auf den Rumpelstilz-«Kiosk» gesetzt und Roman Kilchsperger (hocherfreut über den 1:0-Erfolg seiner GC-Kicker gegen Xamax) auf den Zürcher Hörnli-mit-Gehacktem-Fan Nöggi.

Ines Torelli flog aus Kanada ein
Die weiteren Rangierungen unter den 10 Nominationen nahmen Rapper Stress («On n'a qu'une terre», 9,28%) und Stimmungskanone Nöggi («I bin en Italiano», 8,88%) ein. Die Luzerner Dorados («Mary ven con migo») gingen ebenso leer aus wie Ines Torelli («Gigi vo Arosa»), die mit ihrem Ehemann Edi Bauer eigens aus ihrem Wohnort seit über zehn Jahren, dem kanadischen Hailfax, nach Kreuzlingen in die Livesendung kam. «Das, was aus der Schweiz wirklich vermisse, sind die St. Galler Bratwürste», erzählte die Schauspielerin und Sängerin. Bereits qualifiziert für den Final vom 30. November sind Oeschs die Dritten («Ku-Ku-Jodel»), Baschi («Bring en Hei») und Peter Reber («E Vogel ohni Flügel»).

Plüsch pausieren drei Jahre
Höhepunkte auf der Bühne waren die Berner Gruppe Plüsch, die jetzt drei Jahre pausieren will, sowie das Gesangsquartett mit Polo Hofer und dem Moderatoren-Trio Sandra Studer, Röbi Koller und dem Zuger Nik Hartmann. Kleiner Trost für die Plüsch-Fans: Sänger Ritschi bringt nächstes Jahr seine erstes Solo-Album heraus. Weiteres Highlight: Das eben mit Hans-Reinhard-Ring (Schweizer Kultur-Oskar) ausgezeichnete Comedy-Duo Ursus&Nadeschkin, das sang, spielte – und mit Schnellzugstempo-Witze verblüffte. «Warum tragen Kühe Glocken um den Hals», fragte etwa NadiaSieger (Nadeschkin). «Weil ihre Hörner nicht funktionieren.» Urs Wehrli (Ursus) erklärte, wer einem Haifisch eine Kuckucksuhr verkauft: «Hayek!»

«Wählt doch die Miss-Jahrzehnt!»
Auch in der vierten Sendung gab es einige Promi-Enthüllungen. So verriet Francine Jordi, dass sie schon mal von einem Pferd gebissen wurde. Beni Thurnheer erzählte die Geschichte des früheren Erfolgstrainers Timo Konietzka, der heute mit seiner Ehefrau Claudia in Brunnen erfolgreich ein Restaurant führt: «Nach einem Tor wollte er in die Luft springen – stiess aber voll ins Dach der Trainerbank.» Autsch! Wer hat beim Schweizer Fernsehen die Stimme mit dem grössten Sexappeal? «Es ist Heinz Margot», verriet SandraStuder. Und Sportreporter Hans Jucker musste wohl zum x-ten Mal mit ansehen, wie er mal mit dem Mikro in der Hand Skistar Peter Müller als Pirmin Zurbriggen begrüsste. Roman Kilchsperger schliesslich machte den Vorschlag des Abends: «Wählt doch mal unter den Ex-Missen alle zehn Jahre die Miss-Jahrzehnt!» Gar keine schlechte Idee?

André Häfliger