SECHSELÄUTEN: «Nidwalden zieht die Fans an wie ein Magnet»

Am Freitagabend gab es gab fast kein Durchkommen mehr auf dem Zürcher Lindenhof. Weit über 3000 Gäste waren dabei, als der diesjährige Gastkanton Nidwalden das Sechseläuten 2010 einläutete.

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Abfahrt: Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch als Lokführerin für Landammann Beat Fuchs und Regierungsrat Gerhard Odermatt (links). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Abfahrt: Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch als Lokführerin für Landammann Beat Fuchs und Regierungsrat Gerhard Odermatt (links). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Feierlich wurde der vollzählige Nidwaldner Regierungsrat zusammen mit 200 Bankettgästen von der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, Zürichs Regierungspräsidentin Regine Aeppli sowie dem Zürcher Zunftpräsident Jürg C. Scherz willkommen geheissen. «Kompliment an alle! Dieser Gastkanton präsentiert sich von seiner besten Seite und zieht die Fans wie ein Magnet an», attestierte Aeppli. Auch Mauch war beeindruckt: «Die Stände auf dem Lindenhof haben für alle etwas zu bieten – und die Vertreterinnen und Vertreter aus dem Herzen der Schweiz strahlen viel Sympathie und Lebensfreude aus.»

Herzen im Nu erobert
In der Tat eroberte Nidwalden die Herzen der Gäste beim Auftakt des Zürcher Frühlingsfestes im Nu. Etwa mit der Miniatur-Bahn, auf der man durchs ganze Gelände fahren kann. Oder beim melken der Alpkuh «Blüemli», wo Rainer Dipper gleich die gewonnene Milchmenge abwägt. Oder bei Andreas Gut, der mit seinem Sohn Beno vor den Augen der Fans köstlicher Alpkäse herstellt. Aber auch zahlreiche andere Gaumenfreuden werden serviert, überall hängen rot-weisse Schmetterlinge in der Luft. Dabei geht die grosse Nidwalden-Show in der Limmatstadt erst richtig los: Auch mit unzähligen Darbietungen am Samstag und am Sonntag mit 600 Nidwaldner Schülerinnen und Schüler am Kinderumzug. Bevor dann am Montag die «Grossen» und die Prominenten an der Umzugsreihe sind – und der traditionelle Böögg am Schluss wohl oder übel dran glauben wird.

Fuchs entzündet Feuer
Landammann Beat Fuchs wird das Feuer unter dem Böögg entzünden. Gestern an der Eröffnung dachte er in seiner Ansprache wehmütig an die vor vier Jahren abgeschaffte Landsgemeinde zurück. «Genau diese Stimmung finde ich jetzt hier mitten in Zürich wieder», erklärte Fuchs. Derweil sei die Zeit im zentral gelegenen Kanton der kleinen Wege «alles andere als stehen» geblieben. «Das wollen wir hier zeigen», so Fuchs weiter. «Wir wollen aber auch kundtun, wie stark sich unsere Bevölkerung mit unserem Kanton identifiziert. Und wir laden sie herzlich ein, das alles bei uns zu erforschen und zu erfahren.» Zu feinen Älplermagronen sang dann Rita Barmettler aus Buochs mit ihrer Gitarre vor, Radio DRS-Moderatorin Nicole Frank führte durch den Abend.

André Häfliger / Neue LZ