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Seltsames tut sich beim Stern 51 Pegasi

Schweizer Pioniere Dass er so schnell zum gefragten Interviewpartner werden würde, das hat der Genfer Astronom Michel Mayor nicht gedacht. Kaum hat er in Florenz an diesem 5. Oktober 1995 seinen Vortrag vor Fachkollegen beendet und dabei erklärt, was er mit seinem Assistenten Didier Queloz herausgefunden hat, laufen die Drähte heiss. «Bitte sofort ein Bild des neuen Planeten senden», faxt eine belgische Zeitung. «Es gibt kein Bild» antwortet Mayor. Später, in Genf, eilen die beiden von Interview zu Interview.

In Rekordzeit am Ziel angekommen

Mayor und Queloz haben in der Rekordzeit von zehn Monaten geschafft, woran andere Teams zuvor gescheitert sind. Sie haben nah beim Stern 51 Pegasi den ersten Exoplaneten aufgespürt – eine über tausend Grad heisse Kugel, die gute vier Tage für ihren Umlauf benötigt und so schwer ist wie Jupiter. Eigentlich dürfte so etwas nicht sein, denn der Planet kreist viel zu nah an seinem Stern – und zieht deshalb auch tüchtig daran. Was seine Entdeckung zweifellos begünstigt hat.

Bewerkstelligt haben Michel Mayor und Didier Queloz das mit enormer, nächtelanger Geduld, und mit ihrer ausgeklügelten Technik. Das Messgerät Elodie zum Beispiel arbeitete präziser, als eigentlich vorgesehen war. Es kann aus dem Licht eines Sterns dessen Geschwindigkeit auf dreizehn Meter pro Sekunde genau lesen. Das ist die Geschwindigkeit, zu der unser Jupiter die Sonne zwingt, indem er mit seiner Masse an ihr zerrt.

Ausserdem, sagt Mayor später, «war unser später Start in gewisser Weise Glück.» Man weiss von andern, was nicht funktioniert. So ist er zur Einsicht gelangt: «Planetensuche ist ein wenig wie Lotterie. Wer mehr Lose kauft, hat die grössere Chance zu gewinnen.» Im Unterschied zu anderen Teams, die sich mit wenigen Sternen begnügt haben, hat er deshalb 200 Beobachtungs­objekte auf seine Liste gesetzt. Unter ihnen 51 Pegasi.

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