SEYNE-LES-ALPES: Rettungspilot: «Keine Bergung von Toten»

Die Rettungskräfte an der Absturzstelle in den französischen Alpen wollen am Mittwoch keine Toten bergen. Das sagte Rettungspilot Xavier Roy am Einsatzort in Seyne-les-Alpes. Wichtig sei zunächst, den zweiten Flugschreiber zu finden.

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Einsatzkräfte bringen Material in den Helikopter, der an die Unglücksstelle fliegt. (Bild: Keystone)

Einsatzkräfte bringen Material in den Helikopter, der an die Unglücksstelle fliegt. (Bild: Keystone)

Ein Bild der gefundenen Blackbox des Airbus A-320 (Bild: Keystone)
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Mitarbeiter der Firma Delphi trauern während einer Schweigeminute in Barcelona um ihre beim Flugzeugabsturz verunglückten Kollegen. (Bild: EPA)
Frankreichs Präsident Françcois Hollande und Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel versprachen umfassende Aufklärung. (Bild: Keystone)
Mittwoch, 10.53 Uhr am Schalter der Lufthansa in Düsseldorf: Angestellte gedenken mit einer Schweigeminute der Opfer des Germanwings-Absturzes. (Bild: Keystone)
Die Flaggen in Berlin wurden auf Halbmast gesetzt. (Bild: Keystone)
Schüler trauern im Joseph-König-Gymnasium in Haltern um ihre Kollegen. (Bild: Keystone)
Grosses Medieninteresse in Seyne-les-Alpes, in der Nähe der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Polizisten bei der Arbeit an der Unglücksstelle. (Bild: Keystone)
Unter Hochdruck suchen Ermittler nach der Ursache für den verheerenden Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen: Ermittler haben am Mittwoch das unwegsame Gelände der Absturzstelle durchkämmt und mit der Auswertung des Stimmenrekorders begonnen. (Bild: Keystone)
Nach einem Unterbruch in der Nacht nahmen die Bergungsmannschaften am frühen Morgen ihre Arbeit wieder auf. Mehrere Helikopter starteten zur schwer zugänglichen Unglücksstelle. (Bild: Keystone)
Zugleich setzten rund 50 Spezialkräfte, die die Nacht am Bergmassiv in Biwaks verbracht hatten, ihren Aufstieg zum Absturzort fort. (Bild: Keystone)
Die Bergung der 150 Toten in der Hochgebirgsregion wird nach Einschätzung der Polizei extrem schwierig werden. Am Mittwoch sollten noch keine Opfer geborgen werden. (Bild: Keystone)
Blick auf ein Wrackteil. (Bild: Keystone)
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (3. von links) sprach mit Einsatzkräften und informierte sich aus erster Hand über die schwierige Bergung von Trümmern und Opfern. Sie wird von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und dem französischen Präsidenten François Hollande begleitet. (Bild: Keystone)
«Das war mit Abstand das Schlimmste der letzten 20 Jahre - seit ich in dieser Branche bin», sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwoch nach dem Treffen mit den Angehörigen am Düsseldorfer Airport. (Bild: Keystone)

Ein Bild der gefundenen Blackbox des Airbus A-320 (Bild: Keystone)

Ausserdem werde das Absturzgebiet weiter gesichert. Die Rettungsmannschaften versuchten, die Körper der Opfer zu finden. Dazu würden auch zahlreiche Fotos von der Unfallstelle gemacht.

Bei den Arbeiten, an denen auch Spezialteams beteiligt seien, werde weiter versucht, Teile der Motoren zu lokalisieren. Bisher sei unklar, wie viele Rettungskräfte am Mittwoch zu dem Gelände gebracht würden oder dahin aufstiegen. Es sei auch noch nicht entschieden, wie viele davon über Nacht auf dem Berg blieben, um das Gelände zu sichern.

Roy berichtete erneut von einem sehr schwierigen Gelände, indem das Flugzeug abgestürzt sei. An der Unfallstelle gebe es aber aktuell keinen Schnee. Die Helikopter könnten gut fliegen, es gebe wenig Wind.

Wohl keine Explosion

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve berichtete am Mittwoch dem TV-Sender RTL, die Überreste des abgestürzten Airbus A320 seien überwiegend auf eineinhalb Hektar konzentriert. «Das ist sicher ein grosses Gebiet, weil der Aufprall stark war, aber das zeigt, dass das Flugzeug wahrscheinlich nicht explodiert ist.»

Nach dem Unglück gehen die Ermittler in Frankreich weiter allen Möglichkeiten als Absturzursache nach. «Alle Hypothesen müssen im Einzelnen betrachtet werden», sagte Cazeneuve. Die Möglichkeit eines Terroranschlags sei aber «nicht vorrangig».

Tausende Trümmerteile liegen verteilt über mehrere Kilometer. (Bild: Keystone)
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Die Trümmerteile liegen weit verstreut herum. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte bereiten sich auf ihren Einsatz vor. (Bild: Keystone)
Frank-Walter Steinmeier zeigt sich nach einem Flug über den Absturzort der Germanwings-Maschine entsetzt: «Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens», sagt er. «Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich». (Bild: Keystone)
Ein Rettungshelikopter hebt in Seyne-les-Alpes ab, um zur Absturzstelle zu fliegen. (Bild: Keystone)
Helikopter der französischen Luftwaffe und der Zivilschutzdienste in Seyne. (Bild: Keystone)
Die Einsatzkräfte versammeln sich nahe der Absturzstelle in Seyne-Les-Alpes. (Bild: Keystone)
Anzeigetafel am Flughafen Düsseldorf mit Flug 4U9525 aus Barcelona. (Bild: Keystone)
Trauernde auf dem Flughafen in Barcelona. (Bild: Keystone)
Kollegen trauern am Joseph-König-Gymnasium in Haltern um ihre Kollegen. Unter den 150 Todesopfern befinden sich 16 Schüler sowie 2 Lehrer. (Bild: Keystone)
Ein Flugzeugabsturz als Medienereignis: Übertragungswagen am Düsseldorfer Flughafen. (Bild: Keystone)
Care-Team bringt Angehörige auf dem Flughafen Düsseldorf weg. (Bild: Keystone)
Angesichts des Unglücks brach Spaniens König Felipe VI. einen auf drei Tage angesetzten Staatsbesuch in Frankreich ab. Dies verkündete er vor dem Elysée-Palast in Paris, wo er kurz zuvor angekommen war. Der König sprach in einer Erklärung von einer «fürchterlichen Katastrophe». Der König drückte allen betroffenen Familien und Angehörigen der Opfer sein aufrichtigstes Beileid aus. Staatspräsident François Hollande hatte das spanische Königspaar wenige Stunden nach dem Absturz des Airbus im Elysée-Palast empfangen. Die Begrüssung im Hof des Präsidentensitzes fiel entsprechend ernst aus. (Bild: Keystone)
«Flightradar24.com» zeigt die Flugroute der Unglücksmaschine. (Bild: Keystone)
Präsident François Hollande: «Es gibt keine Überlebende». (Bild: Keystone)
Die Unglücksstelle liegt bei Digne-les-Bains in Südfrankreich. (Bild: Keystone)
Bundeskanzlerin Merkel sagte alle Termine nach dem Flugzeugabsturz ab. (Bild: Keystone)
Lufthansa-Chef Carsten Spohr: «Es ist ein schwarzer Tag für die Airline». (Bild: Keystone)
Die deutsche Regierung richtete einen Krisenstab ein. Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (links) sagte, das Auswärtige Amt stehe "in engstem Kontakt" zu den französischen Behörden. Zu möglichen deutschen Todesopfern machte er zunächst keine Angaben. (Bild: Keystone)
Bei der Absturzmaschine handelt es sich um einen Airbus des Typs A320. (Bild: Keystone)

Tausende Trümmerteile liegen verteilt über mehrere Kilometer. (Bild: Keystone)

Erste Angehörige in Seyne-les-Alpes erwartet

Am Mittwoch sollten erste Angehörige der Opfer in Seyne-les-Alpes eintreffen. Am Donnerstag bietet zudem der Lufthansa-Konzern Angehörigen Sonderflüge von Düsseldorf und Barcelona nach Marseille an, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte.

Für die Angehörigen werde in Seyne-les-Alpes ein Ort der Stille eingerichtet, sagte Innenministeriumssprecher Pierre-Henry Brandet. Deutsch- und spanischsprachige Dolmetscher seien vor Ort. Flüge mit Angehörigen zur schwer zugänglichen Unfallstelle seien nicht vorgesehen.

Die Einwohner im Absturzgebiet haben für Angehörige zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten bereitgestellt. Eine Mitarbeiterin des Rathauses von Seyne-les-Alpes sagte, insgesamt gebe es etwa 900 Schlafgelegenheiten.

Die Plätze stünden in Hotels, Ferienanlagen oder Privathaushalten bereit. Die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung der Region sei sehr gross.

sda/dpa/afp

Tausende Trümmerteile liegen verteilt über mehrere Kilometer. (Bild: Keystone)
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Die Trümmerteile liegen weit verstreut herum. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte bereiten sich auf ihren Einsatz vor. (Bild: Keystone)
Frank-Walter Steinmeier zeigt sich nach einem Flug über den Absturzort der Germanwings-Maschine entsetzt: «Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens», sagt er. «Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich». (Bild: Keystone)
Ein Rettungshelikopter hebt in Seyne-les-Alpes ab, um zur Absturzstelle zu fliegen. (Bild: Keystone)
Helikopter der französischen Luftwaffe und der Zivilschutzdienste in Seyne. (Bild: Keystone)
Die Einsatzkräfte versammeln sich nahe der Absturzstelle in Seyne-Les-Alpes. (Bild: Keystone)
Anzeigetafel am Flughafen Düsseldorf mit Flug 4U9525 aus Barcelona. (Bild: Keystone)
Trauernde auf dem Flughafen in Barcelona. (Bild: Keystone)
Kollegen trauern am Joseph-König-Gymnasium in Haltern um ihre Kollegen. Unter den 150 Todesopfern befinden sich 16 Schüler sowie 2 Lehrer. (Bild: Keystone)
Ein Flugzeugabsturz als Medienereignis: Übertragungswagen am Düsseldorfer Flughafen. (Bild: Keystone)
Care-Team bringt Angehörige auf dem Flughafen Düsseldorf weg. (Bild: Keystone)
Angesichts des Unglücks brach Spaniens König Felipe VI. einen auf drei Tage angesetzten Staatsbesuch in Frankreich ab. Dies verkündete er vor dem Elysée-Palast in Paris, wo er kurz zuvor angekommen war. Der König sprach in einer Erklärung von einer «fürchterlichen Katastrophe». Der König drückte allen betroffenen Familien und Angehörigen der Opfer sein aufrichtigstes Beileid aus. Staatspräsident François Hollande hatte das spanische Königspaar wenige Stunden nach dem Absturz des Airbus im Elysée-Palast empfangen. Die Begrüssung im Hof des Präsidentensitzes fiel entsprechend ernst aus. (Bild: Keystone)
«Flightradar24.com» zeigt die Flugroute der Unglücksmaschine. (Bild: Keystone)
Präsident François Hollande: «Es gibt keine Überlebende». (Bild: Keystone)
Die Unglücksstelle liegt bei Digne-les-Bains in Südfrankreich. (Bild: Keystone)
Bundeskanzlerin Merkel sagte alle Termine nach dem Flugzeugabsturz ab. (Bild: Keystone)
Lufthansa-Chef Carsten Spohr: «Es ist ein schwarzer Tag für die Airline». (Bild: Keystone)
Die deutsche Regierung richtete einen Krisenstab ein. Aussenminister Frank-Walter Steinmeier (links) sagte, das Auswärtige Amt stehe "in engstem Kontakt" zu den französischen Behörden. Zu möglichen deutschen Todesopfern machte er zunächst keine Angaben. (Bild: Keystone)
Bei der Absturzmaschine handelt es sich um einen Airbus des Typs A320. (Bild: Keystone)

Tausende Trümmerteile liegen verteilt über mehrere Kilometer. (Bild: Keystone)