SHOW IN ZÜRICH: Ganz leise rollt er an, der Elektro-Smart

Der Smart wird elektrisch: Daimler Schweiz hat am Mittwochabend in Zürich 50 Elektroautos präsentiert, die jetzt vor allem im alltäglichen Stadtverkehr getestet werden.

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«Wetterfee» Cécile Bähler posiert vor dem Elektro-Smart. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

«Wetterfee» Cécile Bähler posiert vor dem Elektro-Smart. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Rund 200 Kundinnen und Kunden haben sich beworben, den neuen Elektro-Smart vier Jahre lang unter die Lupe zu nehmen. 50 unter ihnen haben den Zuschlag erhalten. Gleichzeitig stehen weitere Elektrofahrzeuge bei den Händlern für Testfahrten zur Verfügung. In Serie wird der «elecric drive»-Smart mit seiner durchschnittlichen Reichweite von 135 Kilometern und seiner Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h im Jahr 2012 gehen. Gleichzeitig übrigens mit dem Mercedes-SLS-Modell, das eine Reichweite von rund 200 Kilometer aufweisen wird.

Die Kraft im neuen Elekto-Smart liefert eine Lithium-Jonen-Batterie mit einer Kapazität von 16,5 Kilowattstunden. «Mit diesem Projekt starten wir nachhaltig in eine umweltbewusste Zukunft», betonte Daimler-Schweiz-CEO Karl Schrägle an der Präsentation, der rund 300 Gäste beiwohnten.

Lässers Modelleisenbahn
Auch prominente Gäste waren im Zürcher «Puls5» am kleinen Elektroflitzer interessiert. «Null Emissionen, das ist schon sehr, sehr verlockend», erklärte Tanja Gutmann. Die TV-Moderatorin und Ex-Miss Schweiz ist bereits Fahrerin eines Bleifrei-Smarts. «Wenn die Batterie-Reichweite von bisher 135 Kilometer im Schnitt noch etwas grösser wird, werde ich sofort auf die Elektro-Version umsteigen.» Wichtig sei es auch, dass – vor allem in den Städten – die nötigen Elektro-Zapfstellen zum Aufladen der Batterie verfügbar werden, merkte SF-Wettermoderatorin Cécile Bähler, selber Fahrerin eines italienischen Kleinwagens, an. «Dann könnte der Durchbruch geschaffen werden.» Claudia Lässer, die Programmleiterin des Schweizer Sportfernsehens SSF, outete sich als Elektro-Fan. Der Grund ist ein doch etwas spezieller: «Ich habe zu Hause eine Elektro-Eisenbahn. Was ich besonders an ihr schätze ist, dass sie wie das neue Auto fast keinen Lärm verursacht.»

Europa hat Nase vorn
Für Stefan Weiler kommt das neue Elektro-Auto gerade richtig, denn der Vize-Mister Schweiz achtet auch bei seinen Mobilitäts-Bedürfnissen auf die Umwelt: «Ich bin praktisch nur mit dem Velo und mit der Bahn unterwegs, ein Elektro-Auto kommt meiner Philosophie sehr entgegen!» Und Werbe-Star Dominique von Matt hat festgestellt: «Wir in Europa sind in Sachen umweltfreundlichen Autos gegenüber den Amerikanern meilenweit voraus. Vor allem wenn ich daran denke, welch grosse Benzinfresser da immer noch gefahren werden – oder auch an Autovermietungen einem ganz alternativlos angeboten werden. Auf dieses nachhaltige Umweltsignal dürfen wir hier echt stolz sein.»

André Häfliger, Zürich