SHOWBIZ: Trotz Mordvorwurf: AC/DC will weiter machen

Die australische Rockband hat sich zu der Verhaftung ihres Schlagzeugers geäußert. Das Statement wirkt sehr distanziert und die Band plant wohl schon ohne ihn weiterzumachen.

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AC/DC-Drummer Phil Rudd verlässt das Gerichtsgebäude in Neuseeland. (Bild: Keystone/AP Photo)

AC/DC-Drummer Phil Rudd verlässt das Gerichtsgebäude in Neuseeland. (Bild: Keystone/AP Photo)

AC/DC lassen sich durch die Verhaftung ihres Schlagzeugers Phil Rudd nicht von ihrem neuen Album abhalten. Die australische Band, neben Rudd bestehend aus Brian Johnson, Angus Young, Cliff Williams und Stevie Young, wird sich weiter im Studio treffen, um für die Veröffentlichung von 'Rock or Bust', die noch diesen Monat geplant ist, alles in die Wege zu leiten. In einem offiziellen Statement heißt es: "Wir haben von Phils Verhaftung nur aus den Nachrichten erfahren. Wir geben dazu keinen weiteren Kommentar ab. Phils Abwesenheit wird die Veröffentlichung unseres Albums 'Rock or Bust' nicht beeinflussen genauso wenig wie unsere Tour in nächsten Jahr."

Verdacht: Geplanter Doppelmord

Phil Rudd wird vorgeworfen, einen Doppelmord geplant zu haben. Er wurde heute (6. November) in Neuseeland verhaftet. Er soll vorgehabt haben, einen Auftragskiller zu engagieren, der zwei Menschen umbringen sollte. Die Polizei hatte am Morgen das Haus des Rockers in Tauranga durchsucht und den Schlagzeuger festgenommen. Bei einer ersten Anhörung sagte Rudd kein Wort. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Bis zum nächsten Gerichtstermin am 27. November bleibt der 60-Jährige vorerst auf freiem Fuß, muss sich aber in Tauranga aufhalten und darf mit niemandem in Kontakt treten, der etwas mit dem Fall zu tun hat. Wen Phil Rudd töten lassen wollte, ist nicht bekannt.

Der gebürtige Australier betreibt in Neuseeland ein Restaurant und lebt dort schon seit 30 Jahren. Er ist seit 1975 Teil von AC/DC, 1983 musste er die Band verlassen, 1994 kehrte er wieder zurück.

bangshowbiz

AC/DC auf der Bühne. (Bild: Bang Showbiz Entertainment)

AC/DC auf der Bühne. (Bild: Bang Showbiz Entertainment)