SNOWPENAIR KLEINE SCHEIDEGG: Sam, Digger und Basti - wie einst Elvis!

Sie rockten sie gewaltig, die Bühne der 13. SnowpenAir-Musikshow: Die sieben coolen Rock'n'Roller von «The Baseballs» rissen gestern auf der Kleinen Scheidegg 11'000 entfesselte Fans aus ihren Schneesitzen.

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Coole Jungs: Die Baseballs-Sänger Basti, ganz links, Digger und Sam, ganz rechts. Dazwischen Ski-Crosser Mike Schmid, Skispringer Simon Ammann und Schwingerkönig Harry Knüsel (von links). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Coole Jungs: Die Baseballs-Sänger Basti, ganz links, Digger und Sam, ganz rechts. Dazwischen Ski-Crosser Mike Schmid, Skispringer Simon Ammann und Schwingerkönig Harry Knüsel (von links). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Nicht nur auf 2061 Metern über Meer lassen drei deutsche Sänger US-Rocklegende Elvis und der coole Sound der 50er-Jahre weiterleben: Sam, Digger und Basti erobern nämlich gegenwärtig in halb Europa die Herzen der Fans. Und sammeln mit ihren heissen Elvis-Frisuren in Jeans und Turnschuhen eine Trophäe nach der anderen: Nach dem Emma-Preis gab's in diesem Jahr auch schon den begehrten «Echo» in der Kategorie nationale Newcomers.

Was macht den Musik-Mythos der 50er-Jahre denn aus? «Es ist das Gefühl reiner Lebensfreude», analysierte Schwingerkönig Harry Knüsel, sonst eher ein Fan volkstümlicher Klänge. «Es ist Musik auf hoher Qualität und eine tolle Show auch - das reisst einem ganz automatisch mit.» Obwohl er mehr auf Metallica und AC/DC steht, musste auch Skisprung-Überflieger Simon Ammann anerkennen: «The Baseballs haben mich überzeugt. Während ihrer Show hüpfte auch ich fröhlich mit.» Skicross-Goldmann Mike Schmid doppelte nach: «Elvis lebt! Langsame, schnelle Stücke, das ist echt heisser Sound, der Emotionen weckt. Und dann diese coolen Frisuren noch?»

20 Minuten für eine Frisur?
Wachen die «Baseball»-Jungs morgens in dieser «betonharten» Haarpracht auf? «Nein, nein», schmunzelte Sven Budja, alias Sam. «Ich muss meine Haare jeden Abend auswaschen. Und am morgen brauche ich 20 Minuten, um die Frisur wieder herzustellen.»

Und wie erklärt er sich den Revival-Erfolg seiner Band selber? «In schlechteren Zeiten, wenn alle von Krise und Schweinegrippe sprechen, hat Unterhaltung pur eben Hochkonjunktur», erklärte Sam. «Genau dies wollen wir bieten, das macht uns aus.» Die Schwyzer Schlagersängerin Monique Kistler stimmte zu: «Solche Musik macht einfach Freude. Sie weckt Erinnerungen an das, was uns unsere Eltern erzählt haben. Wie sie zu Elvis-Klängen schwelgten und uns Kindern auch so den Spass an der Musik weiter gegeben haben.»

Superstar Amy Macdonald
Spass und Freude an der Musik vor herrlicher Bergkulisse, genau dieses hoch emotionale Erlebnis teilte auch Sängerin und Schauspielerin Maja Brunner auf der Kleinen Scheidegg. Die Schwyzerin, die mehr in der Schlager- und Blueswelt zu Hause ist, traf voller Freude und Stolz Kelly Hansen, den Leadsänger der britisch-amerikanischen «Foreigner»-Hardrocker.

Die Schwester von Ländlerkönig Carlo Brunner genoss mit allen Fans aber auch die Schweizer Musikqualität von Natacha und den unwiderstehlichen Sound der schottischen Sängerin Amy Macdonald, die der abtretende «GoodNews»-Agenturchef André Béchir ans tolle Schneefestival von Jungfraubahnen-CEO UrsKessler gelotst hat.

Das 13. SnowpenAir geht am Sonntag übrigens in volkstümlichem Stil weiter - mit dem Luzerner Duo «ChueLee», der Berner Familienformation «Oesch's die Dritten», «Musikantenstadl»-Moderator Andy Borg sowie den «Klostertalern».

André Häfliger, Kleine Scheidegg