SONNTAGS-SPLITTER: Harald Schmidt setzt aufs Theater

Am kommenden Donnerstag moderiert er in der ARD die 60. Bambi-Verleihung aus Offenburg. Dann aber will TV-Star Harald Schmidt in seiner weiteren Karriere andere Prioritäten setzen, nämlich eher aufs Theater als aufs Fernsehen.

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Harald Schmidt möchte wieder mehr fürs Theater arbeiten – wie hier für das Stück «Der Prinz von Dänemark». (Bild Keystone)

Harald Schmidt möchte wieder mehr fürs Theater arbeiten – wie hier für das Stück «Der Prinz von Dänemark». (Bild Keystone)

«Im TV habe ich eigentlich alles erreicht, aber im Theater ist noch ganz viel möglich», erklärte TV-Star Harald Schmidt. «Im Theater ist auch das Scheitern immer möglich. Das reizt mich irgendwie», ergänzte Schmidt, der derzeit in der ARD noch den Ulk-Talk «Schmidt&Pocher» moderiert. Zuletzt feierte er Erfolge mit dem Hamlet-Musical «Der Prinz von Dänemark» in Stuttgart. Im Stuttgarter Staatstheater ist Schmidt inzwischen auch festes Ensemblemitglied.

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Neue Aufgabe für Röbi Koller: Per 1. Februar 2009 ersetzt er in der von Christine Maier geleiteten Diskussionssendung «Club» Matthias Aebischer, der zur «Tagesschau» zurück kehrt. Koller stiess 1988 als «Karussell»-Moderator zum Schweizer Fernsehen, moderierte sechs Jahre die Freitagabend-Sendung «Quer» und zur Zeit führt er noch durch die Unterhaltungssendung «Happy Day». Keinen neuen Job hingegen darf Roman Kilchsperger («Deal or no Deal», «Die grössten Schweizer Hits», Radio Energy Zürich) übernehmen: In Deutschland wollte ihm Sat 1 eine Freitagabend-Show geben, doch das Schweizer Fernsehen beharrte auf der Exklusivitätsklausel in seinem Vertrag.

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Seit nunmehr 12 Jahren ist Armin Walpen Generaldirektor der SRG SSR Idée Suisse. Für weitere zwei Jahre wurde nun Walpen ins 11-küpfige Fürhungsgremium der European Broadcatsing Union (EBU) berufen. Die 1959 gegründete EBU mit Sitz in Genf ist mit 75 Aktivmitgliedern aus 56 Ländern Europas sowie 43 angeschlossenen nicht europäischen Organisationen der weltweit grösste Zusammenschluss von Radio- und Fernsehunternehmen. Sie stellt unter anderem die Koordination der Entwicklung neuer Technologien, den multilateralen Verteilungsservice von über 200 Anlässen im Jahr sowie die Vertragsabschlüsse mit Sportveranstaltern von Internationalen Grossevents sicher.

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Im weihnächtlich hochdekorierten Hotel Seeburg in Luzern kam es am Samstagabend zu einem Tourismus-Gipfeltreffen: Kurt H. Illi und Hanspeter Danuser feierten nach 25 Jahren ihren legendären Job-Tausch, der landesweit für Aufssehen sorgte. Illi nahm damals als Luzerner Verkehrsdirektor in Luzern einen Monat Ferien und trat während dieser Zeit in St. Moritz den Job seinens Kollegen, Tourismusdirektor Danuser, an. Dieser tat dasselbe in Luzern. «Es war ein total aufregender Monat», erinnerte sich Illi. «Kam dazu, dass in St. Moritz gerade noch die Bob-Weltmeisterschaft stattfand - und ich selber mehrmals den Bobrun rungtersauste...» Auch Danuser hat beste Erinnerungen: «Ich werde diesen Monat im Herzen der Schweiz nie vergessen! Die schöne Stadt Luzern ist seitdem fest an mein Herz gewachsen.» Und was raten die «alten Hasen» dem von der Finanzkrise bedrohten Tourismusbranche? «Jeder Verantwortliche soll ruhig und beharrlich seine Arbeit weitermachen», sagte Danuser. «Richtig», ergänzte Illi. «Sich nur nicht verrückt machen lassen. So schlimm wird es uns gar nicht treffen.»

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Der Schweizer Starkoch Anton Mosimann kam an der grossen Feier zum 60. Geburtstag seines Lieblings-Royal Prinz Charles im Buckingham-Palast nicht aus dem Staunen heraus: «Zum ersten Mal in meinem Leben war ich bei Feierlichkeiten des englischen Königshauses als Gast eingeladen und musste gar nicht kochen», erzählte Mosimann. «Das habe ich natürlich doppelt genossen –und die Wildspezialitätn meiner Kollegen in der Küche waren köstlich.»

André Häfliger