SONNTAGS-SPLITTER: Kein SF-Asyl für Elke Heidenreich

Marcel Reich-Ranitzki wetterte gegen das Fernsehen. Jetzt berät er das ZDF bei der Suche eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin von Elke Heidenreich.

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Elke Heidenreich wird die Literatur-Sendung «Lesen!» nicht mehr moderieren. Ein Nachfolger fehlt noch. (Bild Keystone)

Elke Heidenreich wird die Literatur-Sendung «Lesen!» nicht mehr moderieren. Ein Nachfolger fehlt noch. (Bild Keystone)

Er wetterte gegen das Fernsehen und hat sich geweigert, den Deutschen Fernsehpreis anzunehmen. Jetzt berät Marcel Reich-Ranitzki das ZDF bei der Suche eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin von Elke Heidenreich, die als Moderatorin ihres Literaturmagazins «Lesen!» gefeuert wurde – weil sie ebenfalls gegen das Fernsehen gewettert hatte. Hat Heidenreich jetzt Chancen, beim Schweizer Fernsehen Asyl zu bekommen? «Dies wird nicht der Fall sein», hiess es auf Anfrage. Vor allem deshalb, weil man «bereits ein sehr bewährtes Team» habe.

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Weitere News beim Schweizer Fernsehen: Das Kochmagazin «Al Dente» erhält per 12. Januar 2009 ein neues Konzept und ein neues Dekor. Das Präsentatoren-Quartett Sven Epiney, Sibylle Sager, Andreas C. Studer und Alberto Russo bleibt aber erhalten. Annette Huber, SF-Korrespondentin Zürich-Schaffhausen, verlässt indes Ende Jahr den Sender und geht erst mal nach Bolivien in einen Sprachkurs. Ex-DRS1-Radiomann Ruedi Josuran wird im April 2009 in der auf dann ebenfalls neu gestaltete SFzwei-Sendung «Fenster am Sonntag» als Talk-Moderator René Meier ablösen. Meier wird neu Moderator und theologischer Berater beim Radio «Live Channel», bei dem Josuran seit vergangenem März Gastmoderator war.

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Ganz sozial «tickt» Rainer M. Salzgeber: Der SF-Sportmann sammelte am Samstagabend am Telefon – unter anderen mit Tanja Gutmann und Patrick Rohr – für krebskranke Menschen. An der SFzwei-Livegala mit Anna Maier und Dani Fohrler kamen allein bis Sendeschluss 750'000 Franken zusammen. Am Donnerstag hatte Salzgeber im Zürcher Dolder-Hotel die zweite Benefiz-Gala der Sportstiftung «Laureus» moderiert. Auch Sportstars wie Nadia Comaneci, Boris Becker, Edwin Moses, Ilia Nastase, Ottmar Hitzfeld, Marc Rosset, Natascha Badman, Conny Kissling, Manuela Pesko, Gian Simmen sowie die Sänger Roger Hudgson («Supertramp») und Baschi sorgten dafür, dass rund eine viertel Million Franken für sozial, wirtschaftlich und körperlich benachteiligte Kinder zusammen kam. «Solch gute und absolut professionell aufgezogene Projekte kann man gar nicht genug unterstützen», erklärte Fussball-Nationaltrainer Hitzfeld. «Die Gala war ein durchschlagender Erfolg», freute sich Stiftungsratsmitglied Karl Schrägle. «Mit dem Geld können wir inzwischen vier Schweizer Hilfsprojekte vorantreiben. Ein weiteres ist bereits gut und nahe in Sicht», ergänzte der Daimler-Schweiz-CEO.

André Häfliger