SPORTLERIN DES JAHRES: Ariella triumphiert schon wieder

Sie hat es wieder geschafft: An den Sports Awards in Basel wurde Ariella Kaeslin am Samstagabend zum zweiten Mal hintereinander zur Schweizer Sportlerin des Jahres erkoren worden.

Drucken
Teilen
Ariella Kaeslin bei der Ehrung zur Sportlerin des Jahres. (Bild EQ)

Ariella Kaeslin bei der Ehrung zur Sportlerin des Jahres. (Bild EQ)

Die 22-jährige Kunstturnerin aus Meggen wurde je zur Hälfte von den Fans der TV-Livegala mit Sandra Studer und Rainer Maria Salzgeber sowie einer Fachjury aus Spitzensportlern und Journalisten gewählt. Sie erhielt insgesamt 43,16 Stimmprozente und liess Skistar Lara Gut (29,99 Prozent) sowie Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder (11,67 Prozent) klar hinter sich.

Bei den Männer wurde Skifahrer Didier Cucheüberraschend und knapp vor Roger Federer zum Schweizer Sporler des Jahres gewählt. Dritter wurde Langläufer Dario Cologna, der auch als Newcomer gefeiert wurde.

«Was ich in den letzten zwei Jahren erleben durfte, das gibt?s ja gar nicht!» Das waren die ersten Worte von Ariella Kaeslin, die kürzlich schon an der Sportnacht in Davos geehrt wurde, nach ihrem erneuten Triumph. Einige Tränen der Freude konnte sie gar nicht mehr unterdrücken. Als die Europameisterin, Vize-Weltmeisterin und Olympia-Fünfte die Sieges-Statuette von Bildhauer Stephan Schmidlin in den Händen hielt, küsste sie diese ganz schnell. Und sagte dann ganz gerührt zu ihrer Mutter Heidi: «Ich bin ja so glücklich – und ich danke euch allen von ganzem Herzen für alles!»

Ogis Siegesfreude
Die Reaktionen der vielen prominenten Gäste auf Ariellas Wahl waren durchwegs positiv. «Sie hat diese Ehre auch zum zweiten Mal mehr als verdient», erklärte Adolf Ogi. Der alt Bundesrat und ehemalige UNO-Sonderberater kam mit seiner Tochter Caroline, die dieses Jahr bei ihrem ersten Start am New York Marathon Ex-Judoka Sergei Aschwanden und die ehemalige Bundesrätin Ruth Metzler hinter sich liess. Jetzt hat sich Caroline Ogi sogar für Vancouver qualifiziert: An Olympia wird die Hotel-Fachfrau für die Gästebetreuung im Swiss House in Whistler Mountain zuständig sein.

Bruderers Vorbild
«Ich mag Ariella diese Ehre von Herzen gönnen», sagte die frisch gewählte Nationalrats-Präsidentin Pascale Bruderer. «Sie ist eine sehr sympathische, vorbildliche Sportlerin.» Seit ihrer Heirat im Juni mit Ticketcorner-Marketingchef Urs Wyss hat die SP-Politikerin übrigens vier Heimatorte: Baden, Romanshorn, Baar und Römerswil. Auch Olympiaarzt Beat Villiger kam nach Ariellas Sieg ins Schwärmen. «Sie darf so stolz auf sich und ihr ganzes Umfeld sein», erklärte der Chef des Paraplegiker-Zentrums Nottwil. «Und wir alle sind natürlich mächtig stolz auf sie.» Zwei ehemalige Schönheits-Königinnen schliesslich waren sich total einig. «Ariella ist ein richtiges Schätzchen, man muss sie einfach ins Herz schliessen», erklärten Amanda Ammann und Christa Rigozzi unisono­.

Die übrigen Gewinner
Behindertensportler: Heinz Frei (zum 10. Mal)
Trainer: Fredrik Aukland
Newcomer: Dario Cologna (beide Langlauf)
Teams: ZSC Lions (Eishockey)
Ehrenpreis: U17-Fussball-Nationalteam.

André Häfliger