«STELLA AWARD 2009»: Suzanna Vock wurde glamurös geehrt

Die Ehre war gross, die Freude und das Wiedersehen auch. Suzanna Vock, 1993 Gründerin des «Gwand»-Festivals in Luzern, wurde in Zürich für ihre Verdienste beim Entdecken internationaler Modetalente geehrt.

Drucken
Teilen
Suzanna Avock am «Stella Award 2009» in Zürich. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Suzanna Avock am «Stella Award 2009» in Zürich. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

«Der kreative Energieschub von Suzanna Vock wirkt bis heute nachhaltig im inzwischen weltweit bedeutsamen Anlass», erklärte Ronald Weisbrod an der Verleihung des «Stella-Award 2009» vor 1000 geladenen Gästen im Zürcher Schiffbau. «Dafür gebührt ihr höchste Anerkennung und viel Dank.» Weisbrod ist der Vize-Präsident des Berufsverbandes Swiss Textiles, der den Award zum 10. Mal verliehen hat.

Der mit 150'000 Franken dotierte Preis geht dieses Jahr an den 26-jährigen aus China eingewanderten Amerikaner Alexander Wang, dem Lieblingsdesigner unter vielen anderen von Kate Moss, Lindsay Lohan und Megan Fox. Suzanna Vock war mit dem Entscheid der internationalen Fachjury einverstanden: «Wangs Mode ist verspielt und frisch – er hat den Preis verdient.» Wie fühlte sie sich selber nach der Ehrung? «Es war ein bewegender Moment, da oben zu stehen», erklärte die 39-jährige Luzernerin. «Vieles rund um die Veranstaltung ist wie ein Kurzfilm vor mir abgelaufen. Ich bin sehr dankbar.» 

Seit 2006 in Zürich
In der Tat ist die Geschichte von «Gwand» und «Stella» sehr bewegt. 1993 hatte gab Suzanna Vock in Luzern die Initialzündung. «Als ich vor knapp fünf Jahren meine Tochter Luna erwartete, veränderten sich die Prioritäten in meinem Leben», erinnerte sich Modekönigin. «Deshalb gab ich die Veranstaltung in andere Hände.» Seit 2006 ist nun Zürich Austragungsort. Wie ist Suzanna Vock mit den neuen Veranstaltungshänden zufrieden? «Sehr», erklärte Vock, die immer noch in Luzern wohnt. «Sie machen das alle sehr gut. Ich bin stolz, dass der Award weltweit der verlässliche Garant für Talentsuche im Modebereich geblieben ist und dass viele ehemalige Sieger heute bei Lables wie etwa Jil Sander oder Hugo Boss in Spitzenpositionen tätig sind.»

Neue Projekte, tolle Echos
Und die Geschichte geht weiter. Nach ihrer «Babypause» meldet sich die kreative Innerschweizerin jetzt als Modedesignerin zurück: Mit der Kollektion «Luna by Suza», mit der engen Zusammenarbeit mit der ebenfalls in Luzern wohnhaften Designerin Simone Palmers (Label «Gloe Palmers») sowie der Weiterführung der Jungtalentshow «Espace Gwand», die bereits an der Pariser Modewoche zu sehen war. Kein Wunder also, dass Suzanna Vock in Zürich tolle Echos hatte. «Eine aussergewöhnliche Frau», schwärmte etwa Lilley Clifford, einer der wichtigsten Lifstyle-Berater der Schweiz. «Abgesehen davon, dass sie eine gute Managerin ist, versteht sie auch sehr viel von Mode und hat einen ausgezeichneten Geschmack.» Ihr Stil sei ihm «schon immer» aufgefallen, sagte Mister Schweiz André Reithebuch– und war sich mit Lifestyle-Journalistin Fiona Hefti sowie Claudia Lässer, Programmleiterin des Schweizer Sportfernsehens, absolut über diesen Stil einig: «Diskret extravagant und somit absolut tragbar.» Das Luzerner Model Jenny Bachmann schliesslich war ganz happy: «Ich durfte an diesem von Suzanna gegründeten Event laufen, welche Ehre – und fast ein Heimspiel!»

Wie eigentlich kommt der Turban auf den Kopf der Modedesignerin? Suzanna dazu: «Seit ich 20 bin trage ich Turbane, die ich übrigens auch selber knüpfe, oder Hüte. Das gehört zu meinem Wesen. Vermutlich habe ich das von einem früheren Leben mitgenommen».

André Häfliger