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STUDIE: Länger leben mit dem Jagdhund

Wer einen Hund besitzt, hat eine höhere Lebenserwartung und erleidet weniger Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Dies zeigt eine neue Studie aus Schweden, für die Millionen von Menschen analysiert wurden.
Niels Anner, Kopenhagen
Spanischer Jagdhund. (Bild: Dominik Wunderli)

Spanischer Jagdhund. (Bild: Dominik Wunderli)

Niels Anner, Kopenhagen

Besonders gesundheitsfördernd sind Jagdhunde. Deren Besitzer weisen laut einer neuen schwedischen Studie das geringste Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Doch Hundebesitzer erreichten in der gross angelegten Untersuchung generell eine höhere ­Lebenserwartung und erlitten weniger Herzinfarkte sowie Schlaganfälle als Personen, die nicht mit einem Hund zusammenleben. Zudem profitieren Singles überdurchschnittlich von ihrem Vierbeiner: Allein lebende Hundebesitzer wiesen gegenüber Singles ohne Hunde eine um einen Drittel reduzierte Sterblichkeit auf. Das Risiko eines Herzinfarkts sank um 11 Prozent.

Vielleicht, sagte der Mediziner und Studienleiter Mwenya Mubanga an der Universität Uppsala, könne der Hund eine ähnlich wichtige Wirkung wie ein ­Familienmitglied erzielen. Auf ­jeden Fall habe ein Single tendenziell mehr Kontakt mit seinem Hund und geht häufiger mit ihm spazieren, als dass dies in einem Mehrpersonenhaushalt der Fall wäre.

Noch nie derart grosse Datenbasis

Die von mehreren Forschungsins­titutionen erstellte Studie bestätigt frühere Erkenntnisse über positive Auswirkungen von Hunden auf die Gesundheit von Herrchen und Frauchen – doch noch nie konnte dies mit einer derart grossen Datenbasis gezeigt werden; damit wurden neue Rückschlüsse verdeutlicht. Der Grund ist der Zugriff der Forscher auf Daten des staatlichen schwedischen Gesundheitssystems, in dem grundsätzlich die gesamte Bevölkerung registriert ist.

Analysiert wurden Daten über Krankheitsbilder und Todesfälle von 3,4 Millionen Personen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren, die während 12 Jahren in Schweden wohnten. Diese wurden abgeglichen mit den seit 2001 obligatorischen Hunderegistern, in dem auch einzelne Rassen registriert sind. Damit wurden breit abgestützt statistische Zusammenhänge ersichtlich.

Über die genauen Gründe für die positiven Auswirkungen der Hunde können die Forscher allerdings nur bedingt Aussagen machen. «Die Zusammenhänge, die wir zeigen, können darauf beruhen, dass Hunde den Lebensstil des Besitzers und dessen Wohlbefinden positiv beeinflussen», sagt Tove Fall, Assistenzprofessorin für molekulare Epidemiologie in Uppsala. Die Forscher bedienen sich in ihrer Analyse aber zahlreicher früherer Studien, die verschiedene gesundheitsfördernde Effekte von Hunden erforscht haben – und nun auf breiter Basis gestützt werden.

Vermehrt physische Aktivität

Eine naheliegende Erklärung liegt in der physischen Aktivität: Diese ist ein hervorragendes Mittel gegen Herz-Kreislauf-Probleme – und wird durch einen Hund, der Auslauf braucht und «Gassi gehen» muss, gefördert. Fall räumt aber ein, dass die Studie nicht erhärten kann, ob nicht vielleicht eher sportliche – und damit gesündere – Menschen sich einen Hund zulegen.

Andere Gründe sind weiterführender: So haben Studien gezeigt, dass Stressfaktoren wie soziale Isolation, Einsamkeit und Depressionen durch die Anwesenheit treuer Vierbeiner gemildert werden. Ein Hund stimulierte Gespräche mit anderen Menschen, zum Beispiel im Park, erklärte Christine Olsen, norwegische Forscherin für Volksgesundheit, kürzlich dem TV-Sender NRK. Zudem seien positive Effekte gegen Depressionen und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gezeigt worden, da Hundebesitzer immer ein Lebewesen haben, mit dem sie sprechen können. Dies kann auch die verstärkte Wirkung bei Singles erklären.

Laut Olsen haben Studien weiter ergeben, dass Hundebesitzer sich rascher von einer Erkrankung erholen: «Sie haben ein Tier, für das sie sorgen müssen. Sie können deshalb nicht einfach lange im Spital bleiben, sondern wollen eine schnelle Genesung.».

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