STYGER/SUTER: Sattel und Davos feiern ihre Skistarts

Hunderte der 1600 Einwohner von Sattel waren am Sonntagabend dabei, als die erfolgreichste Saison von Nadia Styger (Weltcupsieg auf der Olympia-Abfahrt 2010 in Vancouver) und Fabienne Suter (Siege in Bormio und Sestrière) gefeiert wurde.

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Die Skirennfahrerinnen Nadia Styger (links) und Fabienne Suter am Umzug durch ihre Heimatgemeinde im schwyzerischen Sattel. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Die Skirennfahrerinnen Nadia Styger (links) und Fabienne Suter am Umzug durch ihre Heimatgemeinde im schwyzerischen Sattel. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Beim farbenprächtigen Umzug durch ihre Heimatgemeinde nahmen von der Guuggenmusig Lauitobel bis zum Musikverein alle Vereine von Sattel teil.

Kindergärtler, Erst- und Zweitklässler liefen mit Startnummern mit. Sie bedankten sich bei Nadia und Fabienne dafür, dass sie mit ihnen ein professionelles Fitnesstraining absolviert hatten. «Wir freuen uns auf weitere Siege, Prämien und Steuereinnahmen», lachte Gemeindepräsident Adolf Lüönd. Frauen-Abfahrtschef Stefan Abplanalp war mit seiner Freundin, Snowboard-Olympiasiegerin Tanja Frieden, vor Ort. Und Skiverbandsvertreter Urs Lehmann, Abfahrtsweltmeister von 1993, warnte: «Sattel sollte sich auf zwei Ehrenbürgerinnen vorbereiten.»

Duell Ogi – Accola
Freude herrschte auch in Davos, wo alt Bundesrat Adolf Ogi am Samstag beim Kinderbenefiz-Skitag den Parallelslalom ganz knapp gegen Ex-Skistar Paul Accola verlor. Skikollege Marc Berthod fuhr mit seinem Kinderquartett dafür mit einem Sieg 50'000 Franken für die Stiftung «Kids To Play» von Botschafter Ogi («Wir wenden dieses Jahr weltweit 30 Millionen Franken für Kinder auf») ein. Der 2. Platz von Didier Défago mit seinen vier Rennkids brachte 25'000 Franken für Maria Wallisers Folsäure-Stiftung zu Gunsten behinderter Kinder. An der Gala am Abend schliesslich verabschiedete Ogi mit bewegten Worten Bruno Kernen, der wie Kollege Beni Hofer seinen Abschied vom Rennsport gab.

André Häfliger