SWISS COMEDY AWARD: Reto Zeller und Simon Libsig sahnten ab

Die beiden Hauptpreise des Swiss Comedy Award gehen in die Zentralschweiz und in den Kanton Aargau: Reto Zeller aus Schwyz ist der Award-Gewinner 2009, Simon Libsig aus Baden AG gewinnt den diesjährigen Publikumspreis.

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Sandra Studer und Reto Zeller. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Sandra Studer und Reto Zeller. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Zeller und Libsig wurden am Freitagabend im Event-Dome in Pfäffikon SZ ausgezeichnet. Sechs Formationen hatten es aus 30 Bewerbungen in die vom Deutschen Comedy-Star Ingo Oschmann präsentierten Finalgala geschafft. Die fünfköpfige Jury unter Präsidentin Sandra Studer erkor Reto Zeller als Sieger, die 500 Gäste votierten indes für Simon Libsig. «Die beiden ersten Plätze lagen auch bei uns sehr nahe beieinander», erklärte Studer. Auch der Oldenburger Dirk Meyer und der Urner Daniel Megnet, das drittplazierte Comedy-Duo, habe «noch voll» mithalten können. Die«First Ladies» mit Eva-Maria Michel aus Zug und Maria Vollmer aus Köln schliesslich freuten sich wie auch Duo «BlöZinger» aus Österreich und Christoph Engels aus Deutschland «riesig» über die Finalteilname.

Der fünfte Preis
Daniel E. Gundelfinger, der den Comedy-Award zum 10. Mal durchführte, überbrachte Reto Zeller stolz die goldene Trophäe. «Ich bin sehr glücklich und dankbar», sagte der 38-jährige Schwyzer, der seit sieben Jahren als leidenschaftlicher Liedermacher und Kabarettist auf der Bühne steht, ursprünglich Primarlehrer war und auch Pädagogik und Kommunikation studiert hat. Sein aktuelles Programm heisst Seitenscheitel. Sport (Fussball und Golf mit Platzreife), Gitarre spielen und Reisen sind die Hobbys von Zeller, der bereits vier andere Preise gewonnen hat und «ganz in der Nähe» von Entertainerin Monika Kaelin aufgewachsen ist. Jaques Brel und Reinhard May sind zwei seiner Vorbilder.

Libsig lacht über sich
In der Spoken-Word- und in der Slam-Szene zu Hause ist Simon Libsig. Der 32-jährige Aargauer bekam seinen Preis von Pepe Lienhard. «Das hat Simon redlich verdient», sagte der Aargauer Bandleader. «Er ist ein absoluter Könner der gereimten Wortspiele.» Libsig hat ursprünglich Politikwissenschaft und Journalismus in Zürich und Paris studiert und ist heute noch freier Mitarbeiter bei Radio DRS 1. Seit anderthalb Jahren lebt er von seinen Auftritten. Sein aktuelles Programm heisst «Bissig in Moll», nächstes Jahr schon kommt seine neue Bühnenshow. Was bringt ihn selber zum Lachen? «Fast am herzlichsten kann ich über mich selber lachen», schmunzelte Libsig.

Zufriedene Promis
Die Prominenz unter den Gästen hatte für alle Beteiligten am gelungenen Abend viel Lob übrig. «Kompliment an alle! Ich habe die Knie-Premiere in Zürich sausen lassen», schmunzelte Glanz&Gloria-TV-Moderatorin und Comedy-Fan Annina Frey. «Und das muss ich nicht bereuen, den Zirkus kann ich ja noch gut nachholen.» Mit dem Sieger-Podest «voll und ganz einverstanden» waren unter anderen Schauspielerin Stéphanie Berger mit ihrem Ehemann Thomas Huber sowie Juristin Mascha Santschi mit ihrem Freund, Red Bull-CEO Daniel Kallay. «Toll, dass ein Golfer gewonnen hat», lachte schliesslich Jurymitglied Frank Baumann, Handicap-7-Spieler in nur vier Jahren!

André Häfliger