«SWISS HOUSE»: Adolf Ogi: «Das erstes Gold geht an Luzern!»

Am Tag der Olympiaeröffnung gab es im Schweizer Haus hohe Besuche: Nestlé-Boss Peter Brabeck traf Adolf Ogi, Stadionbauer Bruno Marazzi sogar den Sohn von Henry Kissinger?

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Adolf Ogi (Mitte) mit der Luzerner «Charlys Baier»-Band. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Adolf Ogi (Mitte) mit der Luzerner «Charlys Baier»-Band. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Peter Brabeck-Letmathe, seit April neben seinem operativen Chef Paul Bulcke noch immer höchst erfolgreicher VR-Präident des Weltkonzerns, wollte sich zusammen mit seiner Ehefrau Bernadette im «House of Switzerland» den Nestlé-Stand genau unter die Lupe nehmen. «Wir sind zur Eröffnungsfeier hierhergekommen, fliegen am Samstag bereits wieder zurück», erzählte Brabeck. «Den Besuch im Schweizer Haus wollten wir uns natürlich nicht nehmen lassen.» Brabeck wurden von den Haus-Direktor Manuel Salchli empfangen und durch die 12 Schweizer Firmenstände geführt. «Das ist alles sehr eindrücklich und publikumsnah gestaltet», lobte der Konzernpräsident. «Es zeigt die Schweiz und namentlich die Innerschweiz und die Wirtschaft in unserem Land im besten Licht. Schweizer Qualität und Präzision auf Weltniveau, so genial wie das 'Vogelnest' hier in Peking.»

Rührende Gästebuch-Worte
Dann trug sich Brabeck ins Gästebuch des Hauses ein. In goldener Schrift unterschrieb er: «Herzliche Glückwünsche für diese wundervolle Initiative, Nestlé und die Schweiz näher an die Herzen unserer Kunden in China zu bringen.» Zu den möglichen Schweizer Medaillen wollte sich Brabeck nicht äussern: «Ich lasse mich am liebsten überraschen. Schliesslich ist das einzig und allein Sache der Profis, der Athletinnen und Athleten hier vor Ort. Aber ich wünsche allen von Herzen viel, viel Glück und schöne Spiele!»

Freude herrscht!
Auch alt Bundesrat Adolf Ogi war mit seiner Delegation des Swiss Economic Forums Thun hell begeistert vom Schweizer Haus. «Alles tadellos», urteilte er nach dem Rundgang mit Haus-Vizepräsident Edwin Rudolf. Ogi war namentlich vom Zentralschweizer Auftritt hier angetan: «Unsere erste Goldmedaille geht an Luzern!» Gutgelaunt stellte sich Ogi auch vor Luzerner «Charly's Baier»-Band – und begann zur Freude der vielen chinesischen Gäste den Marsch «Alte Kameraden» zu dirigieren?

Marazzis nach Qingdao
Die hervorragende Küche des Olympiateams um Gamma-Catering-Chefkoch Markus Thommen genoss Ogi mit einem seiner engsten Freunden, Stadionbauer Bruno Marazzi (St. Jakobspark Basel, Stade de Suisse Bern). Marazzi, der im Haus auch den Sohn von Ex-US-Aussenminister Henry Kissinger traf, ist mit seiner Ehefrau Elisabeth zur Eröffnungsfeier angereist. Riesig freute sich das Ehepaar Marazzi, als sie am UBS-Stand das Riesenposter ihres an der Starboot-Weltmeisterschaft segelnden Sohnes Flavio Marazzi entdeckten. Am Samstag fliegen sie dann zu ihm ins 700 Kilometer entfernten Qingdao, wo die Segelwettbewerbe stattfinden. Medaillenhoffnung Flavio Marazzi geht mit seinem Vorschotmann und Amarica's Cup-Gewinner Enrico de Maria an den Start.

André Häfliger, Peking