SWISSCOR-FERIENLAGER: 15'000 Franken kommen aus Zug

Grosszügige Geste aus Zug: 15'000 Franken haben Zentralschweizer Vertreterinnen des «Inner Wheel»-Clubs in Trogen Adolf Ogi für sein Swisscor-Ferienlager überbracht.

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Swisscor-Gründer Adolf Ogi mit Inner Wheel Ex-Chefinnen Monique Eckstein (links) und Dominique Straub. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Swisscor-Gründer Adolf Ogi mit Inner Wheel Ex-Chefinnen Monique Eckstein (links) und Dominique Straub. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Es war noch leicht regnerisch und nur 15 Grad am Freitag hoch oben im appenzellischen Trogen. Aber für 80 Kinder und ihre 50 Betreuerinnen und Betreuer schien im Pestalozzi-Dorf die Sonne: Es war Besuchstag für Gönner und Freunde der von Adolf Ogi vor 11 Jahren gegründeten Hilfsorganisation Swisscor, die für arme Kinder, die meisten ohne Eltern und zum Teil auch behindert, das bereits traditionelle, zweiwöchige Sommerlager durchführt.

Das 1000. Kind ist dieses Jahr schon zu Gast in der Schweiz, 220'000 Franken betragen die Lagerkosten. 15'000 Franken, die Kosten von knapp sieben Kindern, werden dieses Jahr aus Zug beigesteuert. Von «Inner Wheel», der Frauenorganisation innerhalb des Rotary-Clubs Schweiz. «Mitte Januar haben wir diese Spenden an einem Benefizabend mit über 200 Gästen in Zug gesammelt», erzählte Dominique Strauch, die bis Ende Juni für ein Jahr Gouverneur des Zuger Clubs war.

«Eine grossartige Geste»
«Das ist eine grossartige und vorbildliche Geste», attestierten unisono Ex-«Inner Wheel»-Chefin Monique Eckstein aus Dornach BL und Swisscor-Präsident Gianpiero Lupi. «Wir können auch diese tolle Gönnerunter­stützung nicht hoch genug schätzen», freute sich Adolf Ogi. Von 100 gespendeten Franken würde Swisscor 95 Franken direkt den Kindern zukommen lassen, nur 5 Franken seien für die Verwaltungskosten notwendig. So schlank hat Ogi die Swisscor aufgebaut. «Wir müssen weitermachen, unser nächstes Ziel ist das 20. Lager im Jahr 2020», erklärte Ogi. «Denn die Welt ist aus dem Gleichgewicht geraten. Und wir müssen für eine bessere Welt sorgen, das ist unsere Verpflichtung gegenüber den Kindern, unseren Leadern der Zukunft.» Kinder würden nie vergessen, fügte der ehemalige Magistrat am Tag des Rücktritts von Bundesrat Merz noch an. «Und wir hoffentlich auch nicht.»

Der Dank der Kinder
Die 80 Kinder, die auch medizinisch intensiv betreut werden, wussten es zu danken. Fröhlich spielten sie mit den Gästen, assen mit Ihnen zu Mittag und führten Darbietungen auf der Bühne auf. «Wir sind der Schweiz unendlich dankbar für all das, was wir hier erleben dürfte», erzählte de 13-jährige, blind geborene Catalin Melenciuc der Neuen Zuger Zeitung. «Wir werden rund um die Uhr liebevoll betreut und haben eine ganz tolle Stimmung hier untereinander. Es wird uns nie langweilig», fügte der gleichaltrige Alexandru Svistal freudig und stolz hinzu. Dann schupste sie Adolf Ogi im kühlen Trogen an den Schaukeln an. Ganz gerührt war er – freudig und stolz, die Welt zusammen mit vielen herzensguten Menschen im schönen Appenzellerland abermals etwas besser gemacht zu haben.

André Häfliger