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Tauge ich überhaupt als Freundin?

Freundschaft ist wetterfest
Daniela Bühler

In meinen dunkleren Stunden frage ich mich, ob ich tatsächlich eine gute Freundin abgebe. Ich habe zwei linke Hände und bin nur mässig die Richtige, wenn jemand Hilfe beim Malen, Zügeln oder sonst beim Zupacken braucht. Man hat mir auch schon versichert, zwar viel Humor zu haben, aber eher einen der düsteren Sorte – der nicht jedermanns Sache sei. Und dann analysiere ich gern meine Lebenslage – und weil mein Leben nie arm an kleineren und mittleren Katastrophen war, wird mir das gelegentlich als Jammern ausgelegt.

Mein allerbester Freund hat mich schon «die Jeremiadenkönigin» genannt – Sie wissen schon, die Jeremiade ist ein biblisches Klagelied und gewissermassen die Grundlage des Pessimismus in der westlichen Kultur. Ehrlich, ich arbeite an mir, seit Jahren – aber selber halte ich ja auch niemanden länger als zwei Stunden aus, für den ich nur den Sonnenschein spielen muss.

So ist es eigentlich ein ungeheures Glück, dass es doch drei oder vier Menschen gibt, von denen ich fast sicher bin, dass sie meine Freunde sind. Aber was machen wir eigentlich, wenn wir zusammen sind? Nun, wir gehen spazieren. Oder trinken ein Glas Wein. Und analysieren die Katastrophen und Glücksfälle unseres Lebens. Und nötigenfalls helfe ich auch mal beim Zügeln, so gut ich kann.

Daniela Bühler

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