THEATER-BENEFIZGALA IN LUZERN: Wo ist der Don Giovanni der Politik?

Er ist ein Gigolo und endet in mörderischem Schall und Rauch. Die rede ist von Mozarts «Don Giovanni». Gibt es überhaupt solche Gigolos unter der Polit-Prominenz?

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Urs W. Studer, Stadtpräsident und Beat Villige, Olympiaarzt und Chef des Paraplegikerzentrum Nottwil. (Bild André Häfliger/Neue LZ).

Urs W. Studer, Stadtpräsident und Beat Villige, Olympiaarzt und Chef des Paraplegikerzentrum Nottwil. (Bild André Häfliger/Neue LZ).

Nun, so ganz klare «Nein» wie ab und an bei Abstimmungen kamen aus dieser Ecke an der 15. Theater-Benefizgala der CSS-Krankenkasse am Freitagabend in Luzern eigentlich nicht. Eher Zurückhaltung war zu spüren. «Das ist uns eine doch etwas zu indiskrete Frage», meinten schmunzelnd und unisono die beiden CVP-Nationalrätinnen Lucrezia Meier-Schatz (sah «Don Giovanni» letztmals vor weit über zehn Jahren in San Francisco) und Ruth Humbel auf die Frage, ob sie es denn je mit einem Gigolo zu tun bekommen haben. «Wie bitte? Sehe ich denn etwa aus wie einer», lächelte daneben der ehemalige Grünen-Nationalrat Hugo Fasel, ab Januar neuer Caritas-Direktor.

Andrea Gerber, die Ehefrau von CVP-Ständerat Konrad Gerber, konnte sich – natürlich nicht ganz im ernst – länger nicht so recht entscheiden, ob ihr Mann nun ein Gigolo sei oder nicht. «Gigolo hin oder her», schmunzelte Nicky Villiger, die Ehefrau von Nottwil-Paraplegiker-Zentrum und Olympia-Chefarzt Beat Villiger. «Hauptsache, er endet nicht wie Don Giovanni?» Frisch vom Friseur kam Luzerns Stadtpräsident Urs W. Studer an die Gala. «Zum Haare schneiden gehe ich so alle sechs Wochen», erzählte er. Und lachte: «Bin ich deshalb jetzt ein Gigolo?» Markus Dürr will auch kein Gigolo sein. «Denn ich weiss ganz genau, warum ich meine liebevolle Ehefrau Edith geheiratet habe», erzählte der Luzerner Regierungspräsident. «Weil sie wie ich verrückt nach Abenteuerferien ist.»

Gratulation zu «Tele 1»
Gigolos? Erwin Bachmann hatte ganz andere Freuden im Kopf: Im Theater feierte der CEO und VR-Delegierte der LZ Medien mit seiner Ehefrau Vreni die eben erhaltene TV-Konzession von «Tele 1» im Theater. Viele Glückwünsche kamen, unter anderen von Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler, CSS-VR-Präsident Pierre Boillat, Privatbankier Karl Reichmuth und Holzbauunternehmer Rolf Hunkeler. FCL-Präsident Walter Stierli sieht es von der praktischen Seite. «Jetzt muss man in der Zentralschweiz nur noch bei einem reklamieren», lächelte er zu Bachmann. «Bei dir,Erwin!»

75 000 Caritas-Franken

Freude herrschte an der von TV-Star und Buchautorin («Wir Süchtigen vom Leutschenbach») Monika Schärer moderierten Gala schliesslich auch bei Werner Riedweg. Der Caritas Luzern-Geschäftsleiter durfte nämlich von CSS-CEO Georg Portmann einen Check über 75 000 Franken entgegennehmen. «Eine grosse Ehre für uns, vielen herzlichen Dank», erklärte Riedweg stolz.

ANDRÉ HÄFLIGER