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TIERWAHL: Welcher Hund passt zu mir?

Ein Hund macht glücklich – wenn Hund und Herrchen zueinander passen. Profis raten, sich beim Kauf nicht nur von optischen Reizen und «Jöö»-Gefühlen leiten zu lassen.
Melissa Müller
Den Pfeilen folgen und den richtigen Hundetyp finden. (Bild: Grafik LZ)

Den Pfeilen folgen und den richtigen Hundetyp finden. (Bild: Grafik LZ)

Melissa Müller

Will man neue Leute kennen lernen, ist ein Hund der beste Begleiter. Er bringt einen mit anderen «Hündelern» in Kontakt, man kommt an die frische Luft und ist nie allein. Damit aber wirklich eine Freundschaft fürs Leben daraus wird, gilt es einiges zu beachten. «Man sollte den Hund nicht nur mit den Augen auswählen», sagt Tierpsychologin und Hunde-Trainerin Manuela Albrecht. Einige Möchtegern-Hundehalter machen den Fehler, sich einen Modehund zu kaufen, den sie hübsch finden – der aber gar nicht zu ihnen passt. Sie verlieben sich in einen Münsterländer, in einen Spaniel, in einen eleganten Windhund oder Deutsch Drahthaar – ohne zu ahnen, dass in ihm ein Jäger steckt. Ein Vogel im Busch, ein Hase im Unterholz, und schon ist er auf und davon. Auch vermeintliche Schosshündchen wie der Yorkshire Terrier wurden gezüchtet, um Ratten und Mäuse zu fangen. «Ein Hund braucht Erziehung mit Herz und Verstand, Futter und ein Daheim», bringt es Manuela Albrecht auf den Punkt. Auch kleine Hunde wie Chihuahua und Mops wollen sich bewegen und nicht nur drollig aus der Hand­tasche gucken.

Die Tierpsychologin hat schon einige Mensch-Hunde-Paare kennen gelernt, die nicht harmonierten. Etwa einen gehbehinderten alten Mann mit seinem temperamentvollen Schäferhund. «Das Haus war voller Hundedreck, der Hund hatte Möbel angenagt.» Ein Schäferhund muss bewegt und herausgefordert werden. Die Wittenbacherin hat auch schon Paaren mit Kindern von einem Hund abgeraten. «Wer den ganzen Tag arbeitet, sich um Kinder kümmern und auch noch einen Haushalt in Schuss halten muss, ist mit einem Hund überfordert.»

Wer sich einen Vierbeiner anschaffen will, muss auch über die nötigen finanziellen Mittel verfügen. Rechnet man die jährlich wiederkehrenden Ausgaben zusammen, kommt man laut der Fachzeitschrift «Tierwelt» auf einen Betrag von bis zu 2 500 Franken. Hochgerechnet auf die durchschnittliche Lebensdauer kostet ein Hund bis zu seinem Tod etwa 20 000 Franken. Mancher Hundehalter tappt in die Schuldenfalle. Tierärzte raten, monatlich einen Notgroschen auf die Seite zu legen für unvorhergesehene Kosten, falls das Tier erkrankt.

Ein Hund muss also zum Lebensstil des Besitzers passen. Ein vifer Jack Russell? Ein blitzgescheiter Pudel? Ein treuherziger Golden Retriever? Genau hinschauen lohnt sich.

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