Tipps für den Käsegenuss

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Küche Ob importierter oder Schweizer Käse, ein paar Grundregeln bleiben sich absolut gleich:

Was dazu trinken? Säuerliche Käse rufen nach einem halbtrockenen oder einem Edelsüsswein. Oder nach einem Burgunder oder einem Schweizer Landwein. Man darf ruhig etwas experimentieren. Zwei Regeln aber gelten: Niemals soll ein Käse den Wein «erschlagen». Und umgekehrt. Zu mildem Käse gehört milder Wein. Oder eben ein Bier, wie zum rezenten Belgier.

Käse als Menüabschluss? Wer es mag, auf jeden Fall. Regeln gibt es aber keine – ausser dass behauptet wird, Käse vor dem Dessert verschliesse den Magen. Ein Zankapfel unter Gourmets.

Was dazu servieren? Die Franzosen haben es vor vorgemacht: Am liebsten ein frisches Baguette. Natürlich passt auch ein Bündner Birnenbrot oder zu Hartkäse ein währschaftes Sauerteigbrot.

Welche Früchte passen? Bitte keine Erdbeeren, selbst wenn es Saison ist. Die Sternfrucht namens Karambole ist bei einigen beliebt, ich gehe ihr lieber aus dem Weg. Ebenso wenig haben meines Erachtens Physalis auf dem Käseplättli etwas zu suchen. Und ein Peterlisträusschen auch nicht. Wenn schon etwas Grünes, dann ein Oregano- oder ein Thymianzweiglein. Was weiter passt, sind frische Baumnüsse, Mandeln, Sultaninen und natürlich Trauben (blaue oder weisse). Am liebsten habe ich die Muskat­traube. Ist keine Saison, gibt es die klassische Kaiser-Alexander-Birne. Auch gedörrte Aprikosen, Dörrbirnen und getrocknete Apfelscheiben sind herrlich. Neuerdings werden auch Feigen-Marillen-Senf und Chutneys zu Käse serviert.

Käsetemperatur? Heilige Regel: nie direkt aus dem Kühlschrank. Käse sollte mindestens eine Stunde vor dem Essen aus dem Kühlschrank genommen werden. Bleibt Käse übrig, kann man am Folgetag Häppchen mit Toastbrot machen. Oder einfach wieder einmal den unverwüstlichen Klassiker Gschwellti und Käse. Oder mit entrindeten Käseresten ein Fondue? Einen Versuch ist das allemal wert …