Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

TV-GALA: Dominique Gisin ist Sportlerin des Jahres

Dominique Gisin und Roger Federer heissen die Sportlerin, respektive der Sportler des Jahres. Die Abfahrts-Olympiasiegerin und der Tennis-Champion holten sich die Trophäen an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich ab.
Dominique Gisin ist Sportlerin des Jahres 2014. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin ist Sportlerin des Jahres 2014. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin ist Sportlerin des Jahres, Sportler des Jahres 2014. (Bild: Keystone)Dominique Gisin ist Sportlerin des Jahres, Sportler des Jahres 2014. (Bild: Keystone)
Die Skirennfahrerin Dominique Gisin freut sich als Sportlerin des Jahres. (Bild: Keystone)Die Skirennfahrerin Dominique Gisin freut sich als Sportlerin des Jahres. (Bild: Keystone)
Dominique Gisin setzte sich an der Wahl in Zürich vor Selina Gasparin und Mujinga Kambundji durch. (Bild: Keystone)Dominique Gisin setzte sich an der Wahl in Zürich vor Selina Gasparin und Mujinga Kambundji durch. (Bild: Keystone)
Tennisspieler Marco Chiudinelli, Roger Federer, Michael Lammer und Captain Severin Luethi (von links) sind das Team des Jahres. (Bild: Keystone)Tennisspieler Marco Chiudinelli, Roger Federer, Michael Lammer und Captain Severin Luethi (von links) sind das Team des Jahres. (Bild: Keystone)
Langlauf-Trainerin Guri Hetland ist Trainerin des Jahres. (Bild: Keystone)Langlauf-Trainerin Guri Hetland ist Trainerin des Jahres. (Bild: Keystone)
Marcel Hug ist Behindertensportler des Jahres. (Bild: Keystone)Marcel Hug ist Behindertensportler des Jahres. (Bild: Keystone)
Leichtathlet Karim Hussein ist der Newcomer des Jahres. (Bild: Keystone)Leichtathlet Karim Hussein ist der Newcomer des Jahres. (Bild: Keystone)
Tennisspieler Roger Federer (rechts) neben Langläufer Dario Cologna. (Bild: Keystone)Tennisspieler Roger Federer (rechts) neben Langläufer Dario Cologna. (Bild: Keystone)
Showact Herbert Grönemeyer (Bild: Keystone)Showact Herbert Grönemeyer (Bild: Keystone)
Die Skirennfahrerinnen Lara Gut, Dominique Gisin und Tamara Wolf (von links) auf dem roten Teppich. (Bild: Keystone)Die Skirennfahrerinnen Lara Gut, Dominique Gisin und Tamara Wolf (von links) auf dem roten Teppich. (Bild: Keystone)
Die Leichtathletin Mujinga Kambundji (links) mit ihrer Schwester (Bild: Keystone)Die Leichtathletin Mujinga Kambundji (links) mit ihrer Schwester (Bild: Keystone)
Tennisspieler Roger Federer (Bild: Keystone)Tennisspieler Roger Federer (Bild: Keystone)
Snowboarder Iouri Podladtchikov. (Bild: Keystone)Snowboarder Iouri Podladtchikov. (Bild: Keystone)
Leichtathlet Kariem Hussein (Bild: Keystone)Leichtathlet Kariem Hussein (Bild: Keystone)
Turnerin Julia Steingruber (Bild: Keystone)Turnerin Julia Steingruber (Bild: Keystone)
Eishockeyspielerin Florence Schelling (Bild: Keystone)Eishockeyspielerin Florence Schelling (Bild: Keystone)
Die Skirennfahrerinnen Lara Gut (links) und Dominique Gisin. (Bild: Keystone)Die Skirennfahrerinnen Lara Gut (links) und Dominique Gisin. (Bild: Keystone)
Schwingerkönig Jörg Abderhalden mit Ehefrau Andrea. (Bild: Keystone)Schwingerkönig Jörg Abderhalden mit Ehefrau Andrea. (Bild: Keystone)
Ex-Skirennfahrer und TV-Experte Bernhard Russi mit Mari. (Bild: Keystone)Ex-Skirennfahrer und TV-Experte Bernhard Russi mit Mari. (Bild: Keystone)
Schwinger Christian Stucki mit Partnerin Cécile Studer. (Bild: Keystone)Schwinger Christian Stucki mit Partnerin Cécile Studer. (Bild: Keystone)
Schwinger Matthias Sempach (Bild: Keystone)Schwinger Matthias Sempach (Bild: Keystone)
Der ehemalige Trainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft Ottmar Hitzfeld. (Bild: Keystone)Der ehemalige Trainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft Ottmar Hitzfeld. (Bild: Keystone)
Der Leichtathletiktrainer Flavio Zberg mit Begleitung (Bild: Keystone)Der Leichtathletiktrainer Flavio Zberg mit Begleitung (Bild: Keystone)
Bundesrat Alain Berset (Bild: Keystone)Bundesrat Alain Berset (Bild: Keystone)
24 Bilder

Sportler-Wahl 2014

Mit 41 Prozent aller Stimmen wurde Olympia-Siegerin Dominique Gisin vom Fernsehpublikum zur Sportlerin des Jahres 2014 gewählt. Dominique Gisin setzte sich an der Wahl in Zürich vor Selina Gasparin und Mujinga Kambundji durch. «Es ist für mich eine grosse Ehre, diesen Award entgegennehmen zu dürfen. Ich sehe ihn als Anerkennung für einen ganz verrückten Weg, der zu Olympia-Gold in der Abfahrt von Sotschi geführt hat», so Gisin in ihrer Rede nach dem Gewinn des Titels. Die Engelbergerin bedankte sich als erstes bei ihren Ärzten, die «stets an mich und mein Knie geglaubt haben. Es ist eine grosse Ehre und ein tolles Gefühl, hier mit diesem Award auf der Bühne stehen zu dürfen», so Gisin.

Gisin gewann an den Olympischen Spielen im Februar in Sotschi Gold in der Abfahrt – und dies nach einer beinahe unendlich langen Krankheitsgeschichte. Die Nachfolgerin von Kunstturnerin Giulia Steingruber ist die erste Skirennfahrerin seit 13 Jahren (Sonja Nef), die den Award entgegen nehmen durfte. Gasparin als Zweitklassierte kam auf 19,6 Prozent der Stimmen.

Federer sammelt nicht nur Rekorde auf der Tennis-Bühne, sondern auch an den Sports Awards. Mit dem Gewinn des sechsten Awards nach 2003, 2004, 2006, 2007 und 2012 ist der Basler nun auch Rekordsieger bei den Schweizer Sportlerwahlen. Davor teilte er sich den Rekord mit Skirennfahrerin Vreni Schneider, welche die Auszeichnung zwischen 1988 und 1995 fünfmal erhalten hatte.

Federer vor Cologna und Wawrinka

2014 kehrte Federer, der in der Weltrangliste zwischenzeitlich auf Platz 8 abgestürzt war, in die Weltspitze zurück. Am Ende des Jahres fehlte nicht viel, und Federer hätte Novak Djokovic wieder vom Thron verdrängt. «Es war ein fantastisches Jahr für mich», so Federer. «Aber ich teile den Award mit allen Sportlern, auch sie hätten es verdient. Insbesondere auch Stan (Wawrinka - Red.). Als er das Australian Open gewann, freute ich mich wie ein Bruder für ihn», zollte Federer seinem Kontrahenten Respekt.

Wawrinka fehlte krankheitshalber an der TV-Gala in Zürich. Der Romand klassierte sich mit 21,1 Prozent aller Stimmen hinter Federer (31,7) sowie Doppel-Olympiasieger Cologna (24,6) auf Platz 3. Federer und Wawrinka gewannen aber zusammen mit ihren Davis-Cup-Kollegen auch den Preis als «Team des Jahres.» Als Team siegten sie vor dem Eishockey-Nationalteam der Frauen und den beiden Bobfahrern Beat Hefti/Alex Baumann.

Hetland vor Hitzfeld

Dario Cologna ging dieses Jahr leer aus, dafür triumphierte seine ehemalige Trainerin Guri Hetland. Die Norwegerin stach in der Kategorie Trainer den ehemaligen Fussball-Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld sowie Flavio Zberg, den Coach von Leichtathlet und Newcomer Kariem Hussein, aus. Hetland führte Cologna zu den beiden Olympia-Goldmedaillen und prägte die vergangenen Jahre, in denen der Schweizer Langlauf noch nie so populär und erfolgreich war. Ende Saison ging die Zusammenarbeit zwischen Hetland und Swiss-Ski nach knapp vier Jahren zu Ende.

Hussein zum Ersten, Hug zum Dritten

In der Kategorie Sportler des Jahres war Leichtathlet Kariem Hussein chancenlos. Dafür setzte sich der Europameister über 400 m Hürden in der Newcomer-Wahl gegen Biathletin Elisa Gasparin und Eishockey-Talent Kevin Fiala souverän durch. Fast 65 Prozent der Fans voteten bei der Internetabstimmung für den Senkrechtstarter und neuen Star der Leichtathletik. Hussein tritt die Nachfolge von Tennisspielerin Belinda Bencic an.

Zum dritten Mal in den letzten vier Jahren durfte Marcel Hug den Award als Behindertensportler des Jahres entgegen nehmen. Der Rollstuhl-Leichtathlet und Vorjahressieger gewann 2014 drei EM-Titel (und eine Bronzemedaille) und setzte sich bei der Wahl gegen Manuela Schär (Leichtathletik) und Christoph Kunz (Ski alpin) durch.

Dominique Gisin: Entschädigung in Gold

Dominique Gisin, die Sportlerin des Jahres, hat mit ihrem Olympiasieg in der Abfahrt eine ganz besondere Geschichte geschrieben. Die Engelbergerin darf das Gold als Entschädigung für das Verletzungspech betrachten, das sie durch ihre gesamte Karriere begleitet hat.

Es war der perfekte Tag, der 12. Februar in Rosa Chutor, dem Alpin-Gebiet der Olympischen Spiele von Sotschi. An jenem Mittwoch stand Dominique Gisin in jeglicher Hinsicht auf der richtigen Seite. Im wichtigsten Wettkampf des Winters war ihr die perfekte Fahrt gelungen, dazu hatte sich das Hundertstel-Glück gesellt. Dass für sie die exakt gleiche Zeit wie für die Slowenin Tina Maze gestoppt wurde, machte das Ganze noch spezieller.

Diese Besonderheit passt perfekt ins Bild der Skirennfahrerin Dominique Gisin, deren Karriere alles andere als normal verlaufen ist. Auf dem Weg an die Spitze wurde die Innerschweizerin immer wieder durch Verletzungen eingebremst. Nicht weniger als neun (Knie-)Operationen musste sie über sich ergehen lassen. Stets war sie zum Neubeginn gezwungen, stets hat sie sich der schwierigen Aufgabe gestellt, stets waren ihre Energie und ihr Kampfgeist stärker als der Gedanke ans Aufgeben. Ihr Antrieb war das Wissen, bei optimaler Konstellation trotz aller gesundheitlicher Rückschläge im Skizirkus zu den Besten zu gehören.

Die Sinnfrage hatte sich Dominique Gisin in der Öffentlichkeit nur einmal gestellt - ausgerechnet zu Beginn des letzten Winters. Es war die Zeit, in der sie auf eine Phase zurückblicken musste, in der es ihr mehrheitlich nicht nach Wunsch gelaufen war. Am Ursprung jenes erfolglosen Abschnitts stand, wie könnte es anders sein, eine im Januar 2012 in Cortina erlittene Knieverletzung. Jenes Malheur hatte ein neuerliches vorzeitiges Saisonende bedeutet. Sie sei nicht mehr gewillt, den immensen Aufwand für zehnte Ränge zu betreiben, hatte Dominique Gisin damals gesagt. Wer Siege und Podestplätze in seinem Palmares stehen hat, will sich mit Durchschnittlichem nicht zufrieden geben. Wäre der Erfolg ausgeblieben, wäre der Rücktritt mit Sicherheit zum Thema geworden.

Mit dem Olympiasieg haben sich die Gedanken über das Karriere-Ende verflüchtigt. Neben der Goldmedaille dient Dominique Gisin auch die Auszeichnung zur Schweizer Sportlerin des Jahres als zusätzliche Motivationsquelle für weitere Grosstaten. Die letzte Alpine, der diese Ehre zuteil geworden war, war Sonja Nef im Jahr 2001 - eine Fahrerin mit einer ähnlichen Verletzungsgeschichte.

Die Resultate

Sportler des Jahres: 1. Roger Federer (Tennis) 31,7 Stimmenprozente im Final der besten fünf. 2. Dario Cologna (Langlauf) 24,6. 3. Stan Wawrinka (Tennis) 21,1. 4. Kariem Hussein (Leichtathletik) 11,9. 5. Iouri Podladtchikov (Snowboard). - Im ersten Wahlgang ausgeschieden: 6. Matthias Sempach (Schwingen). 7. Nino Schurter (Mountainbike). 8. Sandro Viletta (Ski alpin). 9. Andy Schmid (Handball). 10. Nevin Galmarini (Snowboard).

Sportlerin des Jahres: Dominique Gisin (Ski alpin) 40,9 Stimmenprozente im Final der besten fünf. 2. Selina Gasparin (Biathlon) 19,6. 3. Mujinga Kambundji (Leichtathletik) 15,7. 4. Lara Gut (Ski alpin) 12,2. 5. Patrizia Kummer (Snowboard) 11,6. - Im ersten Wahlgang ausgeschieden: 6. Giulia Steingruber (Kunstturnen). 7. Florence Schelling (Eishockey). 8. Jolanda Neff (Mountainbike). 9. Daniela Ryf (Triathlon). 10. Nicola Spirig (Triathlon).

Team des Jahres: 1. Team Schweiz (Tennis) 23,3 Stimmenprozente. 2. Eishockey-Nationalteam Frauen 16,3. 3. Beat Hefti/Alex Baumann (Bob) 9,7. - 15 Nominierte.

Behindertensportler des Jahres: 1. Marcel Hug (Leichtathletik) 18,0. 2. Manuela Schär (Leichtathletik) 15,8. 3. Christoph Kunz (Ski alpin) 15,3. - 13 Nominierte.

Trainer des Jahres: 1. Guri Hetland (Langlauf) 20,6. 2. Ottmar Hitzfeld (Fussball) 14,2. 3. Flavio Zberg (Leichtathletik) 13,7. - 10 Nominierte.

Newcomer des Jahres: 1. Kariem Hussein (Leichtathletik) 64,9. 2. Elisa Gasparin (Biathlon) 20,3. 3. Kevin Fiala (Eishockey) 14,8.

rem/si

Dominique Gisin strahlt mit Olympiagold in Sotschi. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin strahlt mit Olympiagold in Sotschi. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin jubelt bei der Blumenzeremonie über Platz 1. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin jubelt bei der Blumenzeremonie über Platz 1. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin: «Geholfen hat mir die Tatsache, dass ich die Qualifikation bestreiten musste.» (Bild: Keystone)

Dominique Gisin: «Geholfen hat mir die Tatsache, dass ich die Qualifikation bestreiten musste.» (Bild: Keystone)

Dominique Gisin jubelt nach dem Gewinn von Gold bei der Siegerehrung in Sotschi. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin jubelt nach dem Gewinn von Gold bei der Siegerehrung in Sotschi. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin beim Empfang im House of Switzerland. (Bild: Keystone)

Dominique Gisin beim Empfang im House of Switzerland. (Bild: Keystone)

Goldmedaillengewinnerin Dominique Gisin wird nach ihrer Ankunft am Flughafen Zürich Kloten frenetisch begrüsst. (Bild: Keystone)

Goldmedaillengewinnerin Dominique Gisin wird nach ihrer Ankunft am Flughafen Zürich Kloten frenetisch begrüsst. (Bild: Keystone)

Eine eigene Gondel für Dominique Gisin. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Eine eigene Gondel für Dominique Gisin. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

«Dominique Gisin» heisst der nigelnagelneue Bus auf der Linie 4 in Engelberg. (Bild: PD)

«Dominique Gisin» heisst der nigelnagelneue Bus auf der Linie 4 in Engelberg. (Bild: PD)

Die Goldgewinnerin Dominique Gisin tauft den Goldbus - samt Unterschrift. (Bild: PD)

Die Goldgewinnerin Dominique Gisin tauft den Goldbus - samt Unterschrift. (Bild: PD)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.