TV-STARNACHT: Monique, Sascha und Axel im Musikhimmel

Musik war Trumpf am Samstagabend in Interlaken: Mit einem internationalen Bühnenaufgebot und mit gegen 5000 Fans vor Ort übertrugen das Schweizer sowie das Österreichische Fernsehen die 11. Starnacht live – und das mit einem Zentralschweizer Moderatoren-Duo.

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Das Moderatorenduo Sascha Ruefer (links) und Monique Hürner mit Axel Schulz zeigen stolz die Sterne der Starnacht. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Das Moderatorenduo Sascha Ruefer (links) und Monique Hürner mit Axel Schulz zeigen stolz die Sterne der Starnacht. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Die Schwyzer Sängerin Monique Hürner und der im Kanton Luzern lebende TV-Star Sascha Ruefer präsentierten die grosse Starnacht, die nach zehn Jahren Österreich erstmals aus der Schweiz gesendet wurde. «Damit ich in meinen Versace-Anzug passte, musste ich in zwei Tagen meinem Bauchumfang noch um zwei Zentimeter reduzieren», erzählte Ruefer schmunzelnd. Für Hürner, die vor acht Jahren letztmals durch den GP der Volksmusik führte, war es der bisher wichtigste Moderationsauftritt. «Francine Jordi hat mir per SMS vor der Sendung noch viel Glück gewünscht. Ich finde das echt süss und lieb von ihr», freute sich Monique.

Was macht gute Musik aus?
Wann ist denn bei den Stars Musik richtig gut? «Bei mir kommt es vor allem auf die Stimmung und auf die Situation drauf an», erklärte Starnacht-Ehrengast und Ex-Boxstar Axel Schulz. «In Florida, wo ich lebe und meine Frau im Februar unser zweites Kind erwartet, sind für mich heisser Countrysound im Cabrio gut. Hier in den Alpen geniesse ich Volksmusik, Schlager – und Raclette!» Musik ist für den Entlebucher ChueLee-Sänger Christian Duss vor allem dann gut, wenn sie die «Fans begeistert und ganz in den Bann» zu ziehen vermag. Für Gabriela Amgarten muss Musik direkt in den Bauch gehen. «Dort unten muss es so richtig rumoren, das ist Musik», sagte die Obwaldner TV-Unterhaltungschefin. «Es muss mich mitreissen, zum Tanzen und Bewegen animieren, dann hat die Musik mich voll gepackt.»

Vorsicht, DJ BoBo schiesst scharf?
Bei einem erfolgreichen Künstler müsse man «einfach sofort merken», dass die Musik, die er spielt, echt ist, erklärte Melanie Oesch. «Bereits bei einem Return muss ich es hören, zu wem die Musik gehört», so die Sängerin von Oesch's die Dritten. Das Berner Erfolgsquintett hatte eine grosse Ehre und trat erstmals mit den berühmten Klostertalern auf. Die Österreicher hören nächstes Jahr mit ihrem 27. Album auf – dabei konnte Sänger Markus Wolfahrt nach einem bösen Beinbruch am 6. Januar vor einigen Tagen «erstmals wieder Sport» betreiben. Zu guter Musik gehört für DJ BoBo schliesslich «ganz zwingend» eine tolle Bühnenshow dazu. Dafür sorgt er am kommenden Freitag bei der Premiere seiner 9. Show übrigens auf spektakuläre Weise: BoBo wird auf der Bühne live mit dem Pfeilbogen schiessen!

Fünf weitere Jahre sind geplant
Gute Musik – sie muss doch vor allem auch die Herzen bewegen. Das jedenfalls ist den Stars am Samstag unter dem freien Berner Sternenhimmel bestens gelungen. Und dass soll jetzt auch in der Schweiz Tradition werden. «Es bestehen Vorverträge mit Optionen auf die nächsten fünf Jahre», erklärte der umsichtige Starnacht-Veranstalter Urs Kessler nicht ohne Stolz. «Wir sind sehr zuversichtlich, dass es bei uns hier weitergeht», fügte der CEO der Jungfraubahnen hinzu. «Das wäre ganz toll», meinte auch Sascha Ruefer. «Denn das ist eine seltene, aber hervorragende Gelegenheit für die kleine Schweiz, sich auf der grossen, deutschsprachigen Bühne Europas zu präsentieren.»

André Häfliger, Interlaken