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ÜBERRASCHUNG: Jeden Tag geht ein Türchen auf

Advent ohne Adventskalender? Niemals. Waren es einst einfache Bastelbögen, versteckten sich später Bilder oder Schöggeli hinter den Papiertürchen. Am schönsten sind aber die selbstgemachten.
Jacqueline Schilling
Wer’s nicht so mit dem Falten hat, greift für die Adventspäckli zur Nähmaschine. (Bild: Jacqueline Schilling, PD)

Wer’s nicht so mit dem Falten hat, greift für die Adventspäckli zur Nähmaschine. (Bild: Jacqueline Schilling, PD)

Jacqueline Schilling

«Mama, kann ich auch mal einen gekauften Adventskalender haben?», fragt der Drittklässler. Die Dezembermonate der letzten Jahre hatten für ihn alle eines gemeinsam: selbst gemachte Adventskalender. Da war jener mit den gewöhnlichen Päckli in einem Korb. Oder der mit den Playmobil-Figuren auf dem Vorhangbrett. Und jener mit den Märklin-Tännchen auf den Sternenschächtelchen. Nicht zu vergessen die Päckli aus alten Bilderbuchseiten an einem Ast, und die Stoffsterne... Der Drittklässler bekommt übrigens auch in diesem Jahr keinen gekauften. Zu sehr freut sich die Mama auf das heimliche nächtliche Werken und auf das «So cool!» am Frühstückstisch.

Adventskalender zählen die Tage bis Heiligabend mit. Es gibt sie ungefähr seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Während dannzumal die einen jeden Tag eines von 24 Bildern an die Wand hängten, machten die anderen genau das Umgekehrte: Von ursprünglich 24 Kreidestrichen an der Tür wurde jeden Tag einer weggewischt. Der erste gedruckte Adventskalender erschien im Jahr 1908 in München. Es waren 24 Bildchen zum Ausschneiden und Aufkleben. Kalender mit Türchen und Süssigkeiten setzten sich erst in den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch. Heute mischen die Grossen aus der Spielzeugbranche – wie Lego und Playmobil – im Adventskalendergeschäft mit. Nicht zu vergessen die neuen Medien: Es gibt digitale Adventskalender – als App, als Nachricht auf dem Handy oder in Form von täglichen E-Mails. Beliebt sind auch Adventsgeschichten, also Bücher mit 24 Kapiteln oder Geschichten.

«Aufsteigende» oder «absteigende» Kalender

Die Turbovariante für einen Adventskalender sind simple Päckli. Besonders schön sind sie, wenn du für alle dasselbe Papier verwendest. Vielleicht bestempelst du es selber oder du verwendest Seiten aus einem verkritztelten Kinderbuch. Ob du Tüten faltest und klebst oder die Papierverpackung nähst, bleibt dir überlassen. Hauptsache, du vergisst die Zahlen nicht. Die Päckli landen am Schluss in einem Korb oder an einem Ast, den du entweder aufhängst oder in eine Vase stellst.

Bestens eignen sich auch runde Magnetdosen. Schneide aus buntem Papier Kreise, die genau in den Glasdeckel passen und «pappe» die Dosen auf eine Stahltafel. Oder du verwendest leere WC-Papierrollen. Die Überraschung steckst du in die Rolle und packst diese mit Seidenpapier ein und zwar so, dass das Papier über den Löchern gespannt ist. Nun faltest du aus Karton oder festem Papier ein einfaches, relativ schmales Haus, dessen Wände so tief sind wie die WC-Rollen lang. Am Schluss schiebst du die WC-Rollen ins Haus – vier Reihen in der Breite, sechs in der Höhe. Wer viiiel Geduld hat, schaut bei www.wlkmndys.com vorbei. Dort gibt’s einen Adventskalender in Form eines Zapfenmobiles. Für eine Bloggerkollegin hat die Betreiberin von wlkmndys.com eine ganze Stadt aus Kartonhäusern gestaltet, Anleitung und Vorlagen inklusive: www.ohhhmhhh.de.

Flach oder dreidimensional

Wer es skandinavisch schlicht mag, kauft oder näht Jutesäckchen mit Zahlen darauf, die gefüllt und an einer Schnur aufgehängt werden. Die Adventskerze ist selten geworden: Man lässt sie jeden Tag so lange brennen, bis die nächste Markierung erreicht ist. Ist sie runtergebrannt, kommt das Christkind. Sagt dir die Idee eines «aufsteigenden» Adventskalenders mehr zu, kannst du zum Beispiel Stoffsterne nähen und jeden Tag einen aufhängen. Oder du faltest 24 Sterne aus Papier. Eine Anleitung für eine flache Variante findest du unter: neuerstoff.knobz.de/papierster ne-falten-basteln-mit-kindern-im-ad vent-1. Dreidimensionale Sterne gibt’s hier: www.basteln-rund-ums-jahr.de/2009/12/filigraner-weih nachtsstern/ oder hier: text kind.wordpress.com/2011/11/27/ba scetta-sterne-basteln-papierstern-weih nachtsdeko-zum-1-advent/.

Manchmal sind Adventskalender auch Teamwork: In einem Quartier gestalten 24 Familien jeweils ein ­Adventsfenster. Jeden Tag wird ein neues erleuchtet. Übrigens: Advent kommt vom lateinischen «adventus», was «Ankunft» bedeutet. Wessen Ankunft, das weisst du bestimmt.

Aufbewahrungsmöbel sind auch Adventskalender – wenigstens im Dezember. (Bild: Jacqueline Schilling, PD)

Aufbewahrungsmöbel sind auch Adventskalender – wenigstens im Dezember. (Bild: Jacqueline Schilling, PD)

Mini-Überraschung im Sternentrückli. (Bild: Jacqueline Schilling, PD)

Mini-Überraschung im Sternentrückli. (Bild: Jacqueline Schilling, PD)

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