«UNSERE HELDEN»: Chapuisat bester Fussballer aller Zeiten

Das Fussball-Fieber steigt: Fünf Tage vor WM-Start in Südafrika wurde Stéphane Chapuisat am Sonntagabend in der SF-Livesendung «Unsere Helden» zum besten Schweizer Fussballer aller Zeiten erkoren.

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Jubel nach der Sendung «Unsere Heldner» (v. l.): Schauspielerin Sabina Schneebeli, Komiker René Rindlisbacher, Sieger Stéphane Chapuisat und Moderator Nik Hartmann. (Bild André Häfliger)

Jubel nach der Sendung «Unsere Heldner» (v. l.): Schauspielerin Sabina Schneebeli, Komiker René Rindlisbacher, Sieger Stéphane Chapuisat und Moderator Nik Hartmann. (Bild André Häfliger)

Aus 30 Nominierten wurde der 41-jährige Champions-League-Sieger von 1997 (Borussia Dortmund mit Trainer Ottmar Hitzfeld) aus Lausanne von einer fünfköpfigen Fachjury gewählt. In 103 Länderspielen hat der Westschweizer, der einmal an einer WM und zweimal an einer EM teilnahm, 21 Tore für die Schweiz erzielt. Viermal wurde er zum Schweizer Fussballer des Jahres gekürt. Strahlend und umringt von vielen Stars verkündete Moderator Nik Hartmann den grossen Sieger des Abends: «Stéphane, das hast du ganz redlich verdient!» Später sagte der Zuger unserer Zeitung: «Ich bin mir mit der Jury vollkommen einig.» Zweiter wurde übrigens Xamax-Legende Max Abegglen vor Natistar Alex Frei (Meister und Cupsieger 2010 mit dem FC Basel) und FC Luzern-Spielmacher und Südafrika-Fahrer Hakan Yakin.

Auch für Komiker René Rindlisbacher, zusammen mit Schauspielerin Sabina Schneebeli und WM-Reporter Beni Thurnheer Mitglied der Studio-Talkrunde, ist «Chappi» die richtige Wahl: «Stéphane hat sich ein Fussball-Leben lang vorbildlich in den Dienst seiner jeweiligen Mannschaft gestellt. Der grandiose Team-Player ist für mich der richtige Sieger.»

Zwei Zentralschweizer der grossen Fussball-Gala unterstützten den Juryentscheid ebenfalls. «Glückwunsch! Unser wohl komplettester Spieler aller Zeiten hat gewonnen», erklärten Unisono Sängerin Fabienne Louves aus Emmenbrücke und Ex-Mister Schweiz Tim Wielandt aus Meggen, der während der Sendung übrigens ein beachtliches Debüt als Sänger gab. Miss Zentralschweiz Chantal Heggli schliesslich, die als Kamerafrau die Sendung begleitete, verriet: «Auch ich hätte Chapuisat gewählt.»

Legenden-Toptore
Überraschenderweise mussten grosse Legenden wie Köbi Kühn, Fritz Künzli oder Karl Odermatt unten durch. Sie schafften es nicht unter die Top-20. Dafür wissen sie ganz genau, welches die Tore ihrer Karriere sind, die sie nie vergessen werden. «Es waren die drei Treffer, die ich während der EM-Qualifikation 1966 erzielte», erinnerte sich Köbi Kuhn. Schmunzelnd fügte der ehemalige Nati-Trainer hinzu: «Mit diesen drei Treffern auf dem Konto wurde ich damals Torschützenkönig.» Seine schönsten Goals erzielte das Glarner FC Zürich-Denkmal Fritz Künzli für die Nati: «Es sind meine beiden Kopftore gegen Italien und England.» Für Basel-Legende Karl Odermatt ist klar: «Es ist mein Wembley-Tor beim Schweizer 1:1 gegen England.» Für den Elsässer Studio-Ehrengast Gilbert Gress schliesslich ist es das erste Tor, das er 1966 in der deutschen Bundesliga erzielte: «Es ist mein Treffer zum 2:0 für Stuttgart gegen Werder Bremen.»

André Häfliger