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VAL GARDENA: Wo die Sonne immer Saison hat

Wintersport im Unesco-Welterbe: Die Dolomitenregion verspricht 300 Sonnentage pro Jahr und ist garantiert schneesicher.
Nicht nur Skifahrer kommen in der Dolomitenlandschaft auf ihre Kosten.

Nicht nur Skifahrer kommen in der Dolomitenlandschaft auf ihre Kosten.

So richtig Spass macht Skifahren eigentlich nur bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Über die Pisten brettern und sich anschliessend auf der Terrasse eines gemütlichen Beizlis ­kulinarisch verwöhnen lassen – so soll es sein. Da kommt das Kennenlern-Angebot der Tourismusregion Val Gardena gerade recht. Das südlich des Brennerpasses gelegene Gebiet verspricht ­ 300 Sonnentage und eine Wintersportinfrastruktur, die ihresgleichen sucht. Dolomiti Superski ist mit 1200 Kilometern das grösste Skigebiet der Welt. Rund 500 Kilometer davon lassen sich vom Val Gardena aus befahren. Trotz der südlichen Lage sind die Pisten schneesicher, da sie zu 98 Prozent künstlich beschneit werden können.

Untergebracht sind wir im Hotel ­Alpin Garden. Das kleine Fünf-Sterne-Haus ist an herrlicher Panoramalage oberhalb des Dorfes St. Ulrich gelegen. Es verfügt über 30 Zimmer und Suiten und über einen 1000 Quadratmeter grossen Wellnessbereich mit Schwimmbad. Ruhesuchende Gäste schätzen, dass hier «Adults Only» gilt. Kein Kinderlärm stört das Ferienerlebnis. Der Alpin Garden ist für seine ausgezeichnete Küche bekannt. Inhaber Markus Hofer kümmert sich gerne persönlich um die Gäste. Der Designliebhaber hat das Hotel mit zahlreichen, leicht verrückten Details liebevoll ausgestaltet. Die Gäste des Alpin Garden werden, wie hier in den grösseren Hotels üblich, mit einem eigenen Shuttlebus zu den Pisten hin und wieder heimbefördert. Doch auch der öffentliche Verkehr zwischen den drei Ortschaften St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein funktioniert einwandfrei.

Mit etwas Krafteinsatz auf der legendären Saslong

In der Nacht hat frisch gefallener Schnee das Tal in ein Wintermärchen verzaubert. Wie ein gigantischer Zuckerhut lugt der Gipfel des Langkofels, das Wahrzeichen des Grödentals, hinter dem Wald hervor. Die Sonne scheint vom stahlblauen Himmel. Die Dolomiten, diese massigen unbewachsenen Kalkfelsen präsentieren sich bei diesem Bilderbuchwetter fast schon kitschig-schön. Es seien gut erhaltene Riffe einer triassischen Karbonatplattform, ist im Lexikon zu lesen. Der Name leitet sich vom französischen Geologen Déodat de Dolomieu (1750–1801) ab. Bevor dieser das Dolomitgestein beschrieben hat, war die Bezeichnung Monti pallidi «Bleiche Berge» verbreitet. Seit 2009 gehören sie zum Unesco-Welterbe. Höchste Erhebung ist die Marmolata mit 3342 Metern Höhe. Der Langkofel, oder Saslong wie er in der hier grossmehrheitlich gesprochenen ladinischen Sprache heisst, ist Namensgeber eines der bedeutendsten Abfahrtsrennen im internationalen Skizirkus. Die legendäre Saslong ist eine Piste mit über 3,4 Kilometern Länge und 839 Höhenmetern. Auch Durchschnittsskifahrer meistern sie mit etwas Krafteinsatz und leichtem Gruseln beim ­Gedanken, sie bolzengerade hinunterfahren zu müssen wie die Profis.

Wer die Dolomiten in ihrer ganzen Pracht sehen will, lässt sich von einer der modernen Transportanlagen bequem in die Höhe chauffieren. Pflichtprogramm ist die weltberühmte Ski-Rundtour Sellaronda, die in rund drei Stunden Fahrzeit um den Sellastock herumführt. Um diesen imposanten Bergriesen herumzukurven, ist ein einmaliges Erlebnis. Sportfans empfiehlt sich die WM-Tour, die über alle Strecken der Skiweltmeisterschaft von 1970 führt. Die Seiser Alm ist ein Familienskigebiet mit vorwiegend blauen Pisten. Auf Seceda fühlen sich die Sonnenanbeter besonders wohl. Nicht entgehen lassen sollte man sich «La Longia», mit 10,5 Kilometern die längste Piste der Dolomiten. Wir geniessen auf Seceda den spektakulären Sonnenuntergang, der die Berge in ein magisches Licht taucht, um anschliessend im letzten Abendlicht auf Ski hinunter ins Tal zu fahren.

Doch auch wer nicht auf zwei Brettern unterwegs ist, kann die Schönheiten der Landschaft ausgiebig geniessen. Naturfreunde schnallen sich die Schneeschuhe an oder begeben sich auf einen der zahlreichen Winterwanderwege. Für Langläufer gibt es 115 Kilometer Loipen. Mehrere Schlittel- und Eisbahnen stehen zur Verfügung. Schwindelfreie können sich mit Eisklettern versuchen. Pferdefreunde erkunden die Gegend hoch zu Ross oder mit dem Pferdeschlitten.

Kulinarische Hüttengenüsse all’italiana

In Italien dreht sich bekanntlich vieles ums gute Essen und das ist im Val Gardena nicht anders. Es locken zahlreiche bewirtschaftete Hütten mit freundlicher Bedienung. Allein auf Seceda gibt es ­ 16 davon. Ob man eher Lust auf österreichische Spezialitäten wie Strudel oder Kaiserschmarrn verspürt oder sich mit mediterranen Speisen verwöhnen lassen möchte, kulinarisch ist für jeden Geschmack etwas dabei. Eine gute Adresse ist die Comici-Hütte, wo frische Fischgerichte die Hauptrolle spielen. Die Sofie-Hütte auf Seceda besitzt mit 300 verschiedenen Tropfen den höchstgelegenen Weinkeller der Dolomiten. Unbedingt probieren sollte man den hausgebrannten Gin von Hüttenwirt Markus. Auch die kleinste Hütte der Dolomiten, die Fienile Monte, ist einen Besuch Wert. Wer abends noch nicht genug hat vom guten Essen, kann sich im Hauptort St. Ulrich beispielsweise in den mit 17 Gault-Millau-Punkten dekorierten Anna-Stuben verwöhnen lassen.

Karin Erni

Diese Reportage entstand im Rahmen einer Pressereise, zu der «Val ­ Gardena – Dolomiti» eingeladen hat.

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