Vanessa Petruo warnt vor Casting Shows

Die ehemalige Sängerin hat 2010 ihre Musikkarriere beendet. Dem Format der Casting Shows, dem sie ihren Erfolg verdankt, steht sie heute kritisch gegenüber.

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Die «No Angels» mit Vanessa Petruo (oben rechts). (Bild: bangshowbiz)

Die «No Angels» mit Vanessa Petruo (oben rechts). (Bild: bangshowbiz)

Ex-«No Angel» Vanessa Petruo hat dem Show-Business den Rücken gekehrt und warnt junge Frauen nun vor Casting Shows. Nach ihrer Zeit bei den «No Angels» startete die ehemalige Sängerin unter dem Pseudonym «Vany» zunächst eine Solokarriere. Im Jahr 2010 hat die 35-Jährige dann aber offiziell bekannt gegeben, kein Album mehr zu produzieren und auch ihre öffentlichen Auftritte einstellen zu wollen. Auf Facebook schrieb die damalige Gewinnerin der Casting Show «Popstars» jetzt: «Heute habe ich wieder gespürt, wie schwer es ist, all die Rollen auszufüllen, die ich gerne ausleben würde. Ich wäre gern ein wenig wie George Sand. Sie schrieb seitenweise, druckreife Poesie [...] Sie war herzenswarm, unterhaltsam und klug.» Sand war eine gesellschaftskritische Schriftstellerin aus Frankreich, die im 19. Jahrhundert lebte und sehr feministische Positionen vertrat. In ihr sieht Petruo ein starkes Vorbild. Sie fügte hinzu: «Während junge Frauen nach Idolen suchen und sich Castingsendungen ansehen, um von der eigenen Zukunft zu träumen, wünschte ich mir, dass sie meine George Sand entdecken und durch ihre Inspiration die Welt verändern würden.»

Die Zeit der Casting Shows hat die ehemalige Musikerin mit spanisch-peruanischen Wurzeln aber längst hinter sich gelassen. Letztes Jahr verkündete sie via Facebook, dass sie ihre Promotion in Psychologie gestartet habe. Gegenüber der Zeitschrift «Bunte» verriet Petruo aber, dass sie ihre Vergangenheit im Showbusiness keineswegs bereut, auch wenn sie dem Format der Casting Shows jetzt kritisch gegenüber steht. Sie erklärte: «Ich finde in diesem speziellen Zusammenhang schade, dass sich viele junge Menschen hauptsächlich an solchen Formaten orientieren.» Sie fügte hinzu: «Ich glaube, die Welt wäre ein besserer Ort, wenn mehr junge Leute ein Buch lesen würden, als sich zu wünschen ein Topmodel, eine Sängerin oder einfach berühmt zu werden. Aber ich habe niemanden für seine Wünsche zu verurteilen. Ich durfte beides schon ausleben.»

bangshowbiz