Lage spitzt sich zu - Zugriff könnte kurz bevor stehen

Amokschütze: Polizei sucht ihn jetzt per Helikopter

Der Polizei ist es noch nicht gelungen den Bieler Amokläufer Peter Hans K. festzunehmen. Der Mann ist geflüchtet. Jetzt hat die Polizei mit Suchhunden und einem Armeehelikopter die Fahndung eingeleitet und von ihm ein Foto veröffentlicht.

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Peter Kneubühl - gealtert

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Polizei bittet um Mithilfe Der 67-jährige Peter Hans K., der in der Nacht auf Donnerstag im Bieler Linde-Quartier einen Polizisten angeschossen hat, befindet sich nach wie vor auf der Flucht. Die Kantonspolizei Bern hat umfangreiche Fahndungsmassnahmen ergriffen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Die Fahndung nach dem 67-Jährigen wird u.a. mit Polizeihunden sowie einem Helikopter der Armee mit Wärmebildkamera durchgeführt. Die Polizei geht davon aus, dass er bewaffnet und gewaltbereit ist. Die Bevölkerung wird gebeten, sich dementsprechend vorsichtig zu verhalten und verdächtige Feststellungen umgehend auf die Hotline-Nummer 031 634 34 34 zu melden. Der 67-Jährige ist rund zwei Meter gross und von schlanker Statur. Er hat weisse Haare und trägt einen weissen Stoppelbart. Er ist Brillenträger, trägt ein helles Hemd und dunkle Hosen. Das Bild zeigt ihn in den 80er-Jahren. Die Beamten haben inzwischen ein verändertes Foto veröffentlicht, wie sie sein Aussehen zum heutigen Zeitpunkt vermuten.

Polizei bittet um Mithilfe Der 67-jährige Peter Hans K., der in der Nacht auf Donnerstag im Bieler Linde-Quartier einen Polizisten angeschossen hat, befindet sich nach wie vor auf der Flucht. Die Kantonspolizei Bern hat umfangreiche Fahndungsmassnahmen ergriffen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Die Fahndung nach dem 67-Jährigen wird u.a. mit Polizeihunden sowie einem Helikopter der Armee mit Wärmebildkamera durchgeführt. Die Polizei geht davon aus, dass er bewaffnet und gewaltbereit ist. Die Bevölkerung wird gebeten, sich dementsprechend vorsichtig zu verhalten und verdächtige Feststellungen umgehend auf die Hotline-Nummer 031 634 34 34 zu melden. Der 67-Jährige ist rund zwei Meter gross und von schlanker Statur. Er hat weisse Haare und trägt einen weissen Stoppelbart. Er ist Brillenträger, trägt ein helles Hemd und dunkle Hosen. Das Bild zeigt ihn in den 80er-Jahren. Die Beamten haben inzwischen ein verändertes Foto veröffentlicht, wie sie sein Aussehen zum heutigen Zeitpunkt vermuten.

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Der 67-jährige K. konnte «trotz intensiver Suchmassnahmen bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht angehalten werden», teilte das Untersuchungsrichteramt I Seeland-Berner Jura am Donnerstagnachmittag mit.

Die Suche laufe aber weiter auf Hochtouren. Reporter vor Ort berichteten, dass Polizisten einen Wald in der Nähe des Wohnortes des Amokläufers mit Spürhunden durchsuchten.

Peter K. ist Informationen von «a-z.ch» zufolge mit einem Gewehr bewaffnet. Die Polizei stuft den Mann als gefährlich ein, rechnet aber nicht damit, dass er das Feuer auf unbeteiligte Personen eröffnen wird.

Sein Haus wurde inzwischen von einem Sichtschutz abgeschirmt, berichtete ein Reporter vor Ort. Das Haus wurde offenbar bereits durchsucht.

Zuvor hatten sich die Berner Spezialeinheit Enzian und die Zürcher Einheit Diamant für einen Einsatz vorbereitet. Die Sicherheitszone für Journalisten wurde um 100 Meter vergrössert. Vor dem Haus ist ein Fahrzeug mit Spezialeinheiten vorgefahren, berichtet ein Reporter von «Tele M1».

Die beiden Beamten haben vor dem Haus eine Kiste mit Essen deponiert. Weshalb die Nahrungsmittel dort deponiert wurden, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden.

Gezielt auf Beamte geschossen

Klar ist: Letzte Nacht verliess der 67-Jährige sein Haus und schoss – nach Polizeiangaben gezielt – auf die Einsatzkräfte. Weil er einen Polizisten am Kopf getroffen und schwer verletzt hat, konzentrierten sich die Einheiten vor Ort auf dessen Rettung. Dabei ging für einen Moment die Übersicht verloren. Peter K. hat diesen Zeitpunkt wohl zur Flucht genutzt.

Der angeschossene Polizist ist hospitalisiert worden. Sein Gesundheitszustand ist nach einer Operation stabil, wie es hiess.

Nachbarin: «Er ist sehr introvertiert und intelligent»

Gemäss Anwohnern rechnete die Polizei zunächst damit, dass der Amokschütze im Quartier unterwegs sein könnte. Delia B. ist seit vielen Jahren seine Nachbarin. Sie beschreibt ihn als sehr introvertiert und intelligent. Peter K. lebte gemeinsam mit seinen Eltern im Haus. Die Mutter starb vor neun Jahren. Die Nachbarin beschreibt sie als eine «böse Frau», die ihren Erwachsenen Sohn völlig unter Kontrolle hatte.

Kurz vor ihrem Tod verbot sie ihm, sich mit Nachbarn zu unterhalten. K. hat eine Schwester, die in den Pyrenäen lebt. Seit drei Jahren lebt er sehr zurückgezogen, das Haus macht einen verwahrlosten Eindruck, der Garten ist komplett verwildert – auch dieser Umstand dürfte ihm bei seiner Flucht geholfen haben.

Die Kantonspolizei Bern steht seit gestern Mittwoch mit einem Grossaufgebot im Lindenquartier im Einsatz, wie sie am Donnerstagmorgen mitteilte. Der Mann hatte sich am Mittwoch im Haus verschanzt, in dem er wohnt. Das Gebäude sollte nach einem Entscheid des Zivilgerichts versteigert werden. Für den Mittwochnachmittag war ein Besichtigungstermin vorgesehen.

Erbschaftsstreit führte zu Zwangsversteigerung

Dem Gerichtsentscheid ging ein Erbschaftsstreit voraus, von dem nur bekannt ist, dass eine Partei das Haus wollte, die andere nicht. Daraus muss ein Streit entstanden sein, der schliesslich vor das Zivilgericht führte. K. soll gemäss Nachbarn nicht mehr in der Lage sein, für den Unterhalt seines Hauses aufkommen zu können.

Am Mittwoch versuchten verschiedene Behördenstellen, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen. Danach bemühten sich Spezialisten der Polizei um ein Gespräch. In der Nacht gab der 67-Jährige dann Schüsse auf die Polizisten ab.

Aus Sicherheitsgründen wurden mehrere Gebäude des Quartiers in der Nähe des Bieler Stadtzentrums evakuiert. Am Donnerstagmorgen wurde auch die Schule des Quartiers geschlossen. Die Schüler, die nicht nach Hause zurückkehren konnten, wurden in der Turnhalle versammelt, wie aus einer Information an die Eltern hervorgeht.

Da zeitgleich im ganzen Kanton mehrere Einsätze stattfanden, wird die Kantonspolizei Bern durch Einsatzkräfte aus anderen Kantonen unterstützt. Ausserdem stehen Feuerwehren und Sanität sowie Angehörige des Polizeiinspektorates der Stadt Biel und des Zivilschutzes im Einsatz.

«Stark suizidgefährdet»

Eine ehemalige Mitarbeiterin der Polizei Basel gab gegenüber «10 vor 10» an, dass K. wohl keinen Ausweg mehr sehe. Die Psychologin meinte, nachdem er das Gesprächsangebot der Polizei nicht annahm und mit der Schussabgabe auf die Polizei die Situation eskalieren liess, gebe es für ihn wohl nur noch zwei Auswege: Suizid oder Tod durch einen Schusswechsel mit der Polizei. «Er ist stark suizidgefährdet», meinte sie gegenüber der Nachrichtensendung. (mik/bau/cbk/sda)