Amt Büren

Für das Projekt «Gemeinden Amt Büren gestalten die Zukunft» hat der Regierungsrat des Kantons Bern einen Zuschuss von 30 000 Franken bewilligt. Am Projekt beteiligt sind die Gemeinden Arch, Büetigen, Büren, Diessbach, Dotzigen, Leuzigen, Meinisberg, Oberwil, Pieterlen, Rüti und Wengi.

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Aber nicht nur, wie Rolf Widmer erläutert: «Fusionen sind möglich. Dafür beteiligt sich auch der Kanton an der Finanzierung des Projektes. Wir wollen aber offen bleiben und suchen jede Form der Zusammenarbeit zwischen den elf im Projekt mitarbeitenden Gemeinden.»

Bereits Mitte August treffen sich die Gemeindevertreter. In einem Workshop wird ihnen eine Art Fragebogen unterbreitet, den die Gemeinden bearbeiten müssen. «Dieser dient einer Situationsanalyse», erklärt Rolf Widmer. Noch werden die Fragen von der Projektleitung, die Anfang Jahr eingesetzt wurde (wir berichteten), ausformuliert. «Wir wollen einheitliche Kriterien anwenden, damit die Werte, die wir von den Gemeinden erhalten, vergleichbar sind.»

Stärken und Schwächen

Herausgearbeitet werden mit den Fragebogen Stärken und Schwächen einer Gemeinde. «Ersichtlich werden soll der Entwicklungsbedarf einer Gemeinde, das heisst, wo können sich in Zukunft Probleme ergeben. Dies natürlich im Hinblick auf mögliche Gemeindefusionen.» Rolf Widmer stellt aber klar: «Wir streben nicht einzig Fusionen an. Möglich sind Teilfusionen oder die Zusammenarbeit in einzelnen Bereichen zwischen Gemeinden.»

Dadurch erklärt sich auch, dass der Kanton nur einen Teil des Projektes mitfinanziert. Gemäss dem Gesetz über den Finanz- und Lastenausgleich kann der Regierungsrat die Vorbereitung und Umsetzung von Fusionsprojekten bis zur Hälfte der Projektkosten, maximal aber mit bis zu 50 000 Franken unterstützen.

Sind an einem Fusionsprojekt mehr als zwei Gemeinden beteiligt, kann der Zuschuss um maximal 10 000 Franken pro zusätzliche Gemeinde, höchstens aber auf 100 000 Franken erhöht werden.

Drei Gemeinden stehen abseits

Drei Gemeinden aus dem Amt Büren arbeiten nicht im Projekt «Gemeinden im Amt Büren gestalten die Zukunft» mit. Busswil orientiert sich bereits in Richtung Lyss. Lengnau setze andere Prioritäten in der Gemeindeentwicklung, so Rolf Widmer. Und die kleinste Bürener Gemeinde, Meienried hat erst kürzlich entschieden, das Amt des Gemeindeschreibers wieder zu besetzen. «Sie haben kein Interesse am Projekt.»

Nach dem Workshop werden die Fragen in den Gemeinden beantwortet. Der Regierungsstatthalter rechnet damit, dass die Arbeitsgruppe Ende September eine Auswertung vornehmen kann. «Dann sehen wir, ob sich allenfalls Fusions-, Teilfusions- oder Zusammenarbeitsprojekte abzeichnen.» (mz/uby/dge)

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