Bahnhof soll urban werden

Aufwertung für das Niemandsland um den Bahnhof

Neue Wohn- und Geschäftshäuser beim Bahnhof Killwangen - 15 000 Quadratmeter warten auf ihre Überbauung. Bis ins Jahr 2020 sollen 400 neue Einwohner in das 1800-Seelen-Dorf ziehen.

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Bahnhof soll urban werden

Bahnhof soll urban werden

Maja Sommerhalder

Niemandsland rund um den Bahnhof Killwangen. Am liebsten will man hier möglichst schnell weg, denn ausser Bushaltestellen und Parkplätzen hat dieser Ort nicht viel zu bieten. Dies könnte sich aber ändern, wenn auf dem 15 000 Quadratmeter grossen Gebiet Wohn- und Geschäftshäuser gebaut werden dürften.

400 neue Einwohner

Weil das noch nicht möglich ist, muss die Killwanger Nutzungsplanung revidiert werden. Die Gemeinde will damit ein moderates Wachstum erreichen. Bis ins Jahr 2020 sollen 400 neue Einwohner in das 1800-Seelen-Dorf ziehen. «Unser Bauland ist sehr beliebt. Wir haben wöchentlich Anfragen», sagte Vizeammann Alois Greber an einer Infoveranstaltung vom Mittwochabend.

Das umfassende Entwicklungsprogramm betrifft das Bau- und Industrieland

Stadtbahn Limmattal

Die Stadtbahn Limmattal ist ein gemeinsames Projekt der Kantone Aargau und Zürich. Killwangen wird die Endstation sein.

Die Limmattalbahn wird künftig die wachsenden Arbeitsplatz- und Wohngebiete zwischen Zürich Altstetten, Schlieren, Urdorf, Dietikon, Spreitenbach und Killwangen als Meterspurbahn verbinden und zugleich als Feinverteiler an das übergeordnete S-Bahn-Netz anbinden.

Auf der 13,5 km langen Strecke sind 25 Haltestellen vorgesehen. 2019 soll die Limmattalbahn in Betrieb genommen werden. (az)

100 neue Arbeitsplätze

Peter Vogt vom Planungsbüro Minikus Vogt&Partner ist überzeugt, dass viele Investoren angelockt werden. «Wenn die Stadtbahn Limmattal in Betrieb genommen wird, wird das Gebiet noch attraktiver zum Wohnen und Arbeiten» (siehe Kasten). Er schätzt, dass 100 neue Arbeitsplätze entstehen: «Die Bahnhofregion würde lebendiger und urbaner werden.»

Die zweite grosse Änderung betrifft die heutige Landwirtschaftszone «Nechst Aecher». Auf dem 10 000 Quadratmeter grossen Gebiet in der Nähe des Primarschulhauses sollen zweigeschossige Wohnbauten entstehen; etwa 20 Häuser hätten hier Platz. Noch aber ist dies alles Zukunftsmusik, denn die Bevölkerung redet ein Wörtchen mit. «Wir hoffen, dass die Einwohner an der Wintergmeind 2011 dar-über abstimmen können», so Vizeammann Greber.