Luchs

Ausgebüchstes Luchsweibchen Aïscha darf in Freiheit weiterleben

Das Luchsweibchen, das Ende August im Wald bei Moiry VD einen Jagdhund angegriffen hatte, konnte identifiziert werden. Es handelt es sich um Aïscha, die vor einem Jahr aus dem Jurapark bei Vallorbe VD ausgerissen war. Sie und ihre beiden Jungen dürfen weiterhin in Freiheit leben.

Drucken
Teilen
Luchs darf frei bleiben (Archiv)

Luchs darf frei bleiben (Archiv)

Keystone

"Sie hat lediglich ihre beiden Jungen verteidigt, das ist logisch und normal", begründete die Waadtländer Umweltdirektorin Jacqueline de Quattro gegenüber der Nachrichtenagentur SDA ihren Entscheid. Am 25. August hatte die Raubkatze einen im Wald frei herumlaufenden Jagdhund gebissen und gekratzt.

Der Hundehalter habe den Luchs ganz in der Nähe eines Rehkadavers beobachtet, sagte Sébastien Sachot von der Kantonsverwaltung. Er bestätigte damit eine Meldung der Westschweizer Tageszeitung "24 heures" vom Donnerstag.

Am Tag nach der Attacke wurde der Luchs fotografiert. Aufgrund dieser Bilder konnte dieser als Aïscha identifiziert werden. Das mittlerweile dreieinhalb Jahre alte Tier war vor einigen Tagen mit seinen zwei rund drei Monate alten Jungen gesichtet worden, erklärte Sachot.

Noch etwa bis Februar oder März werde die Luchsmutter ihre Jungen begleiten, bevor sie sich dann auf die Suche nach einem Männchen mache, sagte Sachot. Die beiden Jungtiere müssen sich dann alleine durchschlagen.

Aïscha hat bis heute eine kleine Odyssee hinter sich: Mitte 2007 war das damals rund drei Monate alte Luchsweibchen in der Nähe einer Schule in Wattenwil BE entdeckt worden.

Es flüchtete jedoch und wurde später in Landshut BE und dann in Langenberg ZH gesehen. Als es schliesslich eingefangen werden konnte, wurde es in den Jurapark gebracht.