Dem Kreisspital geht es wieder besser

Muri kann zuversichtlich sein: Die Schliessung des Kreisspitals ist kein Thema mehr. Die Qualität der Behandlungen stimme und bei den privat und halbprivat versicherten Patienten konnte zugelegt werden.

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Wertli

Wertli

Aargauer Zeitung

Fabian Hägler

Die definitiven Zahlen werden zwar erst im Frühling publiziert, wenn der Jahresbericht erscheint. Doch bereits heute kann Peter Wertli, Stiftungsratspräsident des Kreisspitals für das Freiamt in Muri, eine positive Zwischenbilanz ziehen.

«Das Spital ist gut unterwegs im zu Ende gehenden Jahr», fasst Wertli zusammen. Im stationären wie auch im ambulanten Bereich werde Muri «voraussichtlich wieder eine Steigerung der Patientenzahlen vermelden können», blickt er voraus.

Plus bei Privat und Halbprivat

Wertli hebt hervor, das Spital werde auch den Anteil der privat und halbprivat versicherten Patienten zum dritten Mal in Folge steigern können. «Das ist ein hervorragender Trend, wenn man berücksichtigt, dass die Entwicklung bei den klassischen Privatspitälern eher umgekehrt ist», betont er.

Die positiven Aussichten stimmen Wertli denn auch zuversichtlich, was den Weiterbestand des Spitals angeht. Die Idee von Thomas Zeltner, Leiter des Bundesamtes für Gesundheit, in der Schweiz jedes dritte Spital zu schliessen, «ist selbstverständlich ernst zu nehmen», erklärt Peter Wertli. Es ist für ihn verständlich, dass angesichts der steigenden Gesundheits- und Spitalkosten solche Vorschläge auftauchen. Wertli ist dennoch überzeugt, «dass wir heute und in Zukunft für Muri keine Existenz-angst haben müssen».

Je ein Spital in Aargauer Regionen

Das Kreisspital sei sehr gut aufgestellt, «was die Qualität und die Kosten unserer Dienstleistungen angeht, dies beweisen aktuelle Quervergleiche und Erhebungen». Und Wertli ergänzt: «Wir sind regional sehr gut gelegen, haben ein breites Netzwerk und einen starken Rückhalt bei der Bevölkerung und ein gutes Image bei den Hausärzten.»

Der Stiftungsratspräsident und frü-here Regierungsrat ist auch überzeugt, dass der Aargau «auch künftig in den vier historisch gewachsenen Regionen mindestens je ein Spital mit dem Angebot der Grundversorgung» benötigen werde. Scherzhaft fügt er hinzu: «Sollte Aarau das Spital Muri dereinst schliessen wollen, würde das wohl unweigerlich einen neuen Freiämtersturm in die Kantonshauptstadt auslösen.»

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