Schulbericht

«Es war für uns eine richtige Prüfungssituation»

Experten der Bildungsdirektion haben die beiden Schuleinheiten Fondli und Steinmürli beurteilt

matthias kessler
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Limmattaler Zeitung

Für einmal waren die Rollen vertauscht: Nicht die Lehrerinnen und Lehrer der Dietiker Schuleinheiten Fondli und Steinmürli vergaben Noten – die beiden Schuleinheiten als Ganzes wurden von Experten der kantonalen Bildungsdirektion im September besucht und beurteilt. Die Auswertungen der Externen Schulevaluationen liegen nun vor (siehe Kasten).

«Nun steht das Gerüst»

«Es war für uns eine richtige Prüfungssituation, mit allem, was dazugehört», sagt Steinmürli-Schulleiterin Silvia Mathys. Insbesondere die Vorbereitungen im Frühling und Sommer hätten dabei sehr viel Zeit in Anspruch genommen, das Zusammenstellen des Dossiers über die Arbeit der vergangenen vier Jahre. Das sei, sagt Mathys, eine sehr aufwändige Arbeit für das ganze Team gewesen: «Aber es hat sich gelohnt. Nun sehen wir im Überblick, was wir alles machen!»

Sowohl im Steinmürli als auch im Fondli habe die Schwierigkeit bei der Erstellung der Dossiers darin bestanden, dass erst vor zweieinhalb Jahren die Schulleitungen eingeführt worden seien, meint Fondli-Schulleiter Martin Imhof seinerseits. So habe man die notwendigen Unterlagen für die Schuljahre 2006/07 und 2007/08 nicht einfach verfügbar gehabt, sondern in vielen Gesprächen mit den zuständigen Personen erarbeitet. «Aber nun steht das Gerüst, für das nächste Mal ist schon vieles vorhanden», so Imhof.

Im Rahmen des neuen Volksschulgesetzes werden alle Schuleinheiten im Kanton im Vier-Jahres-Rhythmus extern evaluiert. Neben den umfangreichen Angaben seitens der Schuleinheiten selber besuchen Experten während dreier Tage die Schulhäuser, sprechen mit Lehrpersonen und dem Hauswart, mit Eltern und Schülern, mit Schulpflegern und Mitarbeitenden im Bereich der Tagesstrukturen wie Mittagstisch und Hort. Ziel dahinter ist es, der Innensicht der Lehrerschaft und der Schulpflege eine unabhängige professionelle Aussensicht gegenüberzustellen. Der Beurteilungsbericht soll dann Anhaltspunkte für zukünftige Entwicklungsschritte liefern.

Ein Ausdruck der Wertschätzung

Schulleiterin Mathys sieht den Bericht als Ausdruck der Wertschätzung – man werde ernst genommen, es würden konstruktive Vorschläge für die nächsten Jahre gemacht. Dass diese in jene Richtung zielten, die man selbst bereits anvisiert habe, bestätige die eigene Einschätzung und erleichtere die anstehende Arbeit, sagt Imhof. Man arbeite nun in den kommenden Wochen aufgrund der Empfehlungen die nächsten Schritte, welche dann von der Schulpflege genehmigt werden müssten.

Schulvorsteher Jean-Pierre Balbiani erachtet die Evaluation und ihre Ergebnisse als «sehr wertvoll, als grosse Befriedigung und Bestätigung». Es habe sich gezeigt, dass die Schule Dietikon «auf dem richtigen Weg» sei: «Man muss sie nicht schön reden, sie ist sehr gut.» Zudem sei es auch eine Motivation für alle Beteiligten, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen und weiterzuentwickeln. Und: Es gehe in keinster Weise darum, die Evaluation für eine Rangliste der fünf Dietiker Schuleinheiten zu brauchen: «Wir sind eine Schule, wir ziehen alle an einem Strang.»