Freiämterplatz weiterhin ohne neue Bäume

Der Freiämterplatz in Muri bleibt, wie er ist. Zwischen Coop Muripark und Raiffeisenbank kommt es nicht zu einer Neugestaltung. Den Abbruch des Projektes begründet der Gemeinderat unter anderem mit negativen Finanzprognosen.

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Freiämterplatz ohne neue Bäume

Freiämterplatz ohne neue Bäume

Eddy Schambron

Ursprünglich war die Gestaltung des Freiämterplatzes zwischen Coop Muripark, der Post und der neuen Raiffeisenbank mit 18 Bäumen angedacht worden. Kostenpunkt rund eine Million Franken. Dieses Projekt stellte sich vor einem Jahr wegen der Kosten als nicht mehrheitsfähig heraus. Jetzt scheitert auch eine abgespeckte Version, wie sie der Gemeinderat Muri der Bauverwaltung in Auftrag gegeben hatte.

«Die Bruttokosten für das Projekt lagen trotz intensiven Sparbemühungen und einem vom Baudirektor in Aussicht gestellten Beitrag leider zu hoch», hält der Gemeinderat Muri fest. Der Beitrag wäre in der Grössenordnung von 100 000 Franken gewesen. Erste Priorität habe nun die Optimierung und Sanierung des Kreisels.

Kanton wollte keine Bäume

«Die abgespeckte Version sollte nicht mehr als die Hälfte des ursprünglichen Projektes kosten», erläutert Gemeinderätin Milly Stöckli. Mit Kosten von rund 650 000 Franken sei diese Vorgabe nicht eingehalten worden; der Vorschlag der Bauverwaltung sah nur noch die Hälfte der Bäume vor. Der Kanton hätte rund 100 000 Franken an die Gestaltung bezahlt, «allerdings nur unter der Bedingung, dass keine Bäume gepflanzt werden», sagt Stöckli.

«Unter diesen Umständen schien es dem Gemeinderat nicht verhältnismässig, eine halbe Million auszugeben und dann in etwa das zu haben, was wir schon haben.» Hinzu komme der Spardruck, der angesichts der aktuellen Finanzprognose für die Gemeinde herrsche. Der Murianer Bauverwalter Patrik Birri findet es schade, dass die Fläche zwischen den markanten Bauten von Coop und Raiffeisenbank nun doch nicht gestaltet werden kann.

«Es ist der Abschied von einer guten, innovativen Idee», sagt er Die Bauverwaltung habe mit viel Engagement dafür gearbeitet. «Der Entscheid des Gemeinderates ist aber zu akzeptieren.»

Kanton soll «aufwerten»

Jetzt konzentriert sich der Gemeinderat auf den Kreisel. Er «zerbröselt und muss als eigentlicher Schandfleck bezeichnet werden.» Der Gemeinderat ist überzeugt, «dass mit der Sanierung des Kreisels unter Einbezug der angrenzenden Verkehrsinseln auch die Verkehrsfläche zwischen Coop Muripark und der Raiffeisenbank besser gestaltet werden kann.» Er erwarte, dass zusammen mit der im September beginnenden Sanierung der Seetalstrasse innerorts auch der Kreisel und die angrenzenden Strassenbereiche saniert und aufgewertet werden.