Areva

Frühpensionierung statt Entlassung bei Areva

Die Alstom in Oberentfelden (ehemalige AREVA) entlässt weit weniger Angestellte als angekündigt und stimmt einer sozialverträglichen Lösung für die Betroffenen zu. Die Gewerkschaft Unia ist mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden.

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Aargauer Zeitung

Anfang August kündigte die AREVA Oberentfelden einen Abbau von 140 Stellen von Festangestellten an. Die Gewerkschaften und die Betriebskommission forderten daraufhin Verhandlungen über sozialverträgliche Alternativen.
Massiv weniger Entlassungen

Die Gewerkschaft Unia zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: «Erstens konnte der Abbau von 140 auf 128 Stellen reduziert werden. Vor allem aber wird nun ein Grossteil des Abbaus durch interne Versetzungen, natürliche Fluktuation und sozial abgefederte Frühpensionierungen aufgefangen», schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung. Unter dem Strich komme es noch zu maximal 35 Kündigungen.

Die von einer Kündigung Betroffenen Mitarbeiter würden zwei Monate im Voraus informiert und hätten danach eine sechsmonatige Kündigungsfrist zugute, so die Gewerkschaft weiter. Bei der Stellensuche würden sie von einem betriebsinternen Job-Center unterstützt.

Falls sie trotz aller Bemühungen in dieser Zeit keine Stelle finden, werde die Kündigungsfrist im Einzelfall nochmals um drei Monate verlängert. Zudem erhalten die Betroffenen - je nach Alter und Dienstjahren - eine Abfindung gemäss Sozialplan. Dies gilt auch für jene 19 Beschäftigten, welche von der frühzeitigen Pensionierung profitieren.
Kündigungsstop

Die Sozialpartner einigten sich darauf, dass mit diesem Massnahmenpaket die Restrukturierung in dieser Geschäftseinheit abgeschlossen ist. Bis mindestens 25. März 2013 seien damit weitere Entlassungen aus wirtschaftlichen oder strukturellen Gründen ausgeschlossen.

Die vorliegende Verhandlungslösung der Schweizer Sozialpartner muss nun noch vom Europäischen Betriebsrat (EBR) der Alstom genehmigt werden. Grund dafür ist eine entsprechende Vereinbarung der Alstom mit dem Europäischen Metallgewerkschaftsbund vom 5. Juli 2010. Diese Vereinbarungen gilt auch für den Standort Schweiz.