Peter K. hat die Tat lange und akribisch vorbereitet

Die Jagd nach dem schiesswütigen Rentner Peter K. aus Biel verläuft weiterhin erfolglos. Bis ins letzte Detail hat der Rentner seinen eigenen Abgang geplant und die Tage bis zu seinem Tod in seinem Tagebuch gezählt.

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Die Fahndung läuft weiterhin auf Hochtouren. Der schiesswütige Rentner Peter K. ist immer noch auf der Flucht. Bereits zwei Mal entwischte er der Berner Polizei.

Die Behörden gehen davon aus, dass der Rentner alles geplant habe. Er sei auch bereit, bis zum Äusseren zu gehen und dabei getötet zu werden. «Er hat alles vorbereitet, um am 8. September eine finale Operation gegen die Behörden zu starten und dabei zu sterben», sagt Matthais Herter, Chef Verhandlung Kapo Bern. «Er ist lebensmüde», sagt Herter. In seinem Tagebuch hat der Rentner die Tage bis zu seinem Tod zurück gezählt. «So etwas war uns bisher nur aus dem Film bekannt», so Herter.

«Er hat mit einer unglaublichen Perfektion sämtliche Eventualitäten seines letzten, bewaffneten Konflikts mit den Behörden geplant.» Trotz allen Risiken sei eine Kommunikation mit dem Täter jedoch nach wie vor eine Option, die geprüft werde, berichtet Herter.

Polizisten in zivil

Da es Peter K. vor allem auf die Polizisten abgesehen zu haben scheint, sind diese nun vermehrt in zivil unterwegs. Kommandant Dr. Stefan Blättler zeigt Verständnis für die Ängste mancher Quartierbewohner und versichert, die Polizei setze weiterhin alles daran, den Täter anzuhalten

Sobald der 67-jährige gefasst sei, werde auch das Vorgehen der Polizei analysiert, heisst es an der heutigen Medienkonferenz. «Ich stehe voll und ganz hinter meinen Mitarbeitenden», betont der Kommandant, «und bin beeindruckt von der Art und Weise, wie sie mit der aussergewöhnlichen Lage umgehen.» Er spricht ihnen angesichts der grossen Belastung seinen Dank für ihr Engagement aus. (skh)