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Showdown auf der Treppe

Zwei Nächte lang brummte die Festhütte Solothurn auf Hochtouren – nicht ohne die üblichen Nebenerscheinungen. Doch sie hielten sich im Rahmen.

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Solothurner Zeitung

Wohl die Jugend des halben Kantons tummelte sich am Märet-Fescht, «ab 23 Uhr war jeweils auf dem Klosterplatz und im Kollegiumhof kein Durchkommen mehr», so OK-Chef Marco Lupi. In dieser Festphase habe dort sogar die Abfall-Equipe der Landes- und Freikirchen ihre Arbeit kaum verrichten können. Ansonsten zog Lupi eine positive Bilanz: Nach dem etwas verregneten Freitagabend blieben der Sonntag mit dem Gospelgottesdienst und der Samstag meist trocken, auch wenn am zweiten Festabend die Nachtkühle mit Nebel für ein relativ rasches Abflauen der Festlaune sorgte. «Jedenfalls hatten der FC Post und die Hudibras Chutze um 22 Uhr schon keine Fischknusperli mehr.» Und auch die einheimischen Bands mit dem grossen Samstags-Finale mit Simple Voicing und Band hätten auf dem Märetplatz «gezogen».

Vier auf der «Stäge» verhaftet

Kurz vor zwei Uhr nachts am Sonntag hatte der Märet-Fescht-Sicherheitsdienst die Polizei zur St.-Ursen-Treppe beordert, wo in der Folge sogar Beamte angegriffen wurden. «Vier der Angreifer wurden mit auf den Posten genommen», rapportierte gestern Urs Eggenschwiler vom Mediendienst der Kantonspolizei, die etwas später am Klosterplatz noch einen Dieb verhaften konnte. Um 3.25 Uhr hatten zwei Sicherheitsleute einen Mann beobachtet, die ein Festzelt mit zwei Service-Portemonnaies und einer Geldkassette verliess. Als er die Sicherheitsleute bemerkte, rannte er davon. In der Goldgasse warf der Flüchtenden die Beute weg. Kurz darauf wurde der 30-jährige Algerier eingeholt, zusammen mit einer Patrouille der Stadtpolizei angehalten und auf den Posten geführt. Das gestohlene Geld erhielt der Eigentümer zurück.

Wer sich auf die Bühne traut

Wie immer der Höhepunkt des Samstagnachmittags war auf dem Märetplatz die Mini-Play-back-Show von Radio 32. Bledina Redzepi aus Zuchwil überzeugte in der ersten Kategorie als Britney Spears mit «Hit Me Baby One More Time» die Jury am meisten. In der zweiten Kategorie siegte mit der 14-jährigen Luana Finelli alias Lady Gaga ebenfalls eine Zuchwilerin - ihr «Pokerface» fand am meisten Anklang.

Die 18-jährige Alessia Ballacchino aus Deitingen ist der erste Openair-Star in der Geschichte des Openairs Etziken. In einem engagierten Wettbewerb konnte sie sich die sympathische FMS-Schülerin am Samstagabend mit einer gefühlvollen Ballade gegen zahlreiche Mitsängerinnen und -sänger durchsetzen. Im Zelt des Rugby Club Solothurn herrschte nach zögerlichem Start eine prickelnde Concours-Stimmung. Um Mitternacht konnte Moderator Marco Felder der stolzen und überraschten Siegerin im Namen des Vereins Openair Etziken zwei VIP-Tickets überreichen.

Alessia hat bereits einige Gesangserfahrung; ein Auftritt vor mehreren Tausend Zuschauern - ihr Hauptpreis verdient - stellt für sie jedoch eine neue Dimension dar. Die 13. Auflage des Openairs Etziken findet am 24./25. Juli mit 17 Bands, darunter Grössen wie Patent Ochsner, Lovebugs, Seven und Blumentopf, statt. (ww/pks/rs)