Letzigurnd

Stadt Zürich will 12 Millionen Franken von Bauriese Implenia

Der Streit um die Baumängel am Zürcher Letzigrund gehen weiter. Nun will die Stadt Zürich vom Bauer Implenia Geld in Millionenhöhe.

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Stützpfeiler im Letzigrund werden im Juli abgebaut (Archiv)

Stützpfeiler im Letzigrund werden im Juli abgebaut (Archiv)

Keystone

Wer trägt die Verantwortung für die Baumängel am Zürcher Letzigrund? Schuld will auf jeden Fall niemand sein. Das will die Stadt Zürich nicht tollerieren und verlangt vom Bauukonzern - welcher das Stadion gebaut hat - 12 Millionen Franken.

«Wir haben das bereits früher angekündigt», sagte der Sprecher des Zürcher Hochbaudepartements, Urs Spinner. Er bestätigte, dass die Stadt nun die sogenannte Gewährleistungsgarantie in Anspruch nehme. Implenia gibt sich erstaunt: Man sei über die Inanspruchnahme der Garantie zu keinem Zeitpunkt informiert worden.

Zur Erinnerung: Die Stadt hatte im Letzigrund den Einbau von 31 Stützpfeilern veranlasst, nachdem im Februar Risse, Rostschäden und Materialfehler bei einigen stählernen Dachträgern entdeckt worden waren. Das Stadion wurde damals vorübergehend geschlossen. Nach erfolgreichen Belastungstests wurden die provisorischen Pfeiler rechtzeitig zum Start der neuen Fussballsaison entfernt.

Für den Baukonzern war der Einbau der Pfeiler und die Schliessung des Stadions unnötig. Deshalb schickete Implenia der Stadt nach Einbau der Pfeiler im August die Rechnung Bereits Anfang Juni hatte Implenia Klage gegen die Stadt wegen Mehrkosten in Höhe von 22,9 Millionen Franken beim Bau des Stadions eingereicht. (muv)