Münchner Schlägerprozess

Urteilseröffnung voraussichtlich Ende Oktober

Das Urteil im so genannten Münchner Schlägerprozess wird voraussichtlich Ende Oktober eröffnet. Am Montag führten Fachleute der Biomechanik und der Medizin ihre Erkenntnisse weiter aus.

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Keystone

Die Verhandlungen werden unter striktem Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Wie die Justizpressestelle des Oberlandgerichts München mitteilte, wurden die Anhörungen weitergeführt, welche am 23. August begonnen worden waren.

Damals hatte ein Biomechaniker die drei des Mordversuchs angeklagten Schweizer Jugendlichen schwer belastet: Sie hätten ihre Opfer mit "messbar massiver Wucht" geschlagen und getreten.

Die drei ehemaligen Schüler der Berufswahlschule Küsnacht ZH sollen während der Klassen-Abschlussreise nach München Ende Juni 2009 fünf Passanten grundlos brutal zusammengeschlagen haben. Zwei Opfer wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Seither sind die drei Angeklagten inhaftiert.

Sie sind des gemeinschaftlich versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe. Auf Anraten ihrer Anwälte äussern sie sich seit Beginn der Verhandlung am 8. März nicht zu den Vorwürfen.

Gemäss Mitteilung soll die Verhandlung am 14. Oktober fortgesetzt werden. Auf dann sind das Ende der Beweisaufnahme und die Parteien-Plädoyers vorgesehen. Falls das Programm eingehalten werden könne, werde das Urteil gemäss Strafprozessordnung "spätestens am 25.10.2010 verkündet". Der genaue Termin soll am 14. Oktober bekannt gegeben werden.