Peter K. drohen Jahre in der psychiatrischen Klinik

Verschwindet Peter K. für immer in der psychiatrischen Klinik?

Der Bieler Amok-Renter ist gefasst. Nun wird die Justiz aktiv. Ob Peter K. ins Gefängnis kommt, ist sehr fraglich. Rechtsprofessor Daniel Jositsch glaubt, dass stattdessen psychiatrische Massnahmen angeordnet werden.

Drucken
Teilen

Peter K. war neun Tage auf der Flucht und er hat einem Polizisten in den Kopf geschossen. Rechtsprofessor Daniel Jositsch sagt, was der Amok-Rentner nun zu erwarten hat. «Auf vorsätzliche Tötung steht eine Gefängnisstrafe von 5 bis 20 Jahr», so Jositsch. Ob es dazu kommt? Die Justiz müsst ihm den Vorsatz nachweisen können. Wenn nicht, sinkt das Strafmass nach unten und zwar unbegrenzt.

Das Gericht müsse im Fall von Peter K. aber vor allem beurteilen, ob der Mann zurechnungsfähig sei. Ist er das nicht, dann sinkt das Strafmass weiter.

«Nicht angenehmer»

Jositsch geht davon aus, dass der Bieler Rentner seine Untersuchungshaft nicht im Gefängnis, sondern in einer stationären Abteilung in einer psychiatrischen Klinik verbringen wird. «Er wird bis zum Gerichtsverfahren dort bleiben, weil Fluchtgefahr besteht», erklärt er gegenüber Tele M1.
Der Zürcher Rechtsprofessor geht davon aus, dass Peter K. noch länger in der Psychiatrie verbringen könnten. Denn im Fall des Amok-Renters ist eine psychiatrische Massnahme weitaus wahrscheinlicher als eine Gefängnisstrafe. «Das ist nicht angenehmer», sagt Jositsch. Das könnte nämlich bedeuten, dass der Rentner der Rest seines Lebens in einer Klink verbringt. Denn im Gegensatz zu einer Haftstrafe ist die psychiatrische Massnahem zeitlich nicht begrenzt. Peter K. müsste so lange in einer psychiatrischen Klinik bleiben, bis er wieder gesund ist. (rsn)