Wetter und Verkehr

Zwei Todesopfer und mehrere Verletzte bei Lawinenniedergängen

Fast die ganze Schweiz ist am Wochenende unter einer Schneedecke verschwunden. In den Bergen forderten Lawinen zwei Todesopfer und mehrere Verletzte. Auf den verschneiten Strassen kam es zu Dutzenden von Unfällen. Meist blieb es bei Blechschäden.

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Seit Freitagnacht waren auf der Alpennordseite stellenweise bis zu 40 Zentimeter Schnee gefallen. Am Samstag gab es vor allem in den zentralen Voralpen und im Jura viel Schnee, aber auch im Flachland blieb die weisse Pracht vielerorts liegen. Am Sonntag schneite es vor allem in der Nord- und in der Zentralschweiz weiter.

Ein 48-jähriger Schneeschuhläufer kam am Sonntag gegen 12 Uhr beim Flügenspitz in Amden SG in einem Schneebrett ums Leben.

In Grimentz VS verschüttete um 15 Uhr eine Lawine einen Snowboarder ausserhalb der Pisten. Er musste unterkühlt ins Spital gebracht werden, wo er verstarb.

Im Tessiner Val Bedretto riss eine Lawine gegen 11 Uhr zwei Skifahrer mit, die zu zu einer rund 20-köpfigen Gruppe gehörten. Einer der beiden wurde komplett verschüttet und dabei verletzt, der andere teilweise.

Eine weitere Lawine löste sich in der Berner Oberländer Region Adelboden-Lenk beim Metschstand und verschüttete einen Snowboardfahrer.

Aus der ganzen Schweiz meldeten die Kantonspolizeien Verkehrsunfälle als Folge von Schnee und Eis auf der Strasse. Die meisten Unfälle gingen glimpflich aus, bei einigen kamen jedoch auch Menschen zu Schaden.

Die heftigen Schneefälle führten heute Sonntag auf dem Flughafen Zürich ab Mittag zu Verspätungen von durchschnittlich einer Stunde. Immer wieder musste Neuschnee von den Pisten geräumt werden. 21 Flüge - die meisten innerhalb Europas - wurden annulliert.